Donnerstag, 29. November 2018

Die Krämers- Eine Geburt und ein rebellischer Teenager


Was bisher geschah (auch wenn es noch nicht so lange her ist, aber bei ner Serie muss man das ja auch immer über sich ergehen lassen ;)): Nachdem der erste Tag der Flitterwochen ein Desaster war, war der zweite schon erfolgreicher. Rosalie und Bruno haben es im Tempel bis in die letzte Kammer geschafft und wieder zurück hat Rosalie ihrem Mann endlich eröffnet, dass sie ein Kind erwarten. Besorgt um seine Frau haben die zwei die Flitterwochen sofort abgebrochen und sind zurück nach Hause. Und schneller als man denkt, haben bei Rosalie schon die Wehen eingesetzt.

Schon Wochen vorher hat Bruno seine Frau dazu überzeugen können, dass sie das Kind im Krankenhaus bekommt. Zu groß seine Angst, dass bei einer Hausgeburt was schiefläuft und keiner da ist, der helfen kann. Rosalie hätte das Kind zwar lieber zu Hause bekommen, schließlich hat ihre Mutter das auch bei drei Kindern problemlos geschafft, aber sie hat dann doch nachgegeben und dem Krankenhausplan zugestimmt.  Und so steht sie jetzt mit heftigen Wehen am Empfang und wartet darauf, dass der Krankenhausmitarbeiter sie aufnimmt.
Es dauert auch zum Glück nicht allzu lange und ein Arzt kommt auf sie zu und führt sie in den Operationssaal. Wobei Rosalie das schon ein bisschen wundert. Wieso denn jetzt Operationsaal? Wie als hätte der Arzt ihre Gedanken erraten, legt er schon los mit einer Erklärung. „Wir hier im Simmemorial Hospital halten ja nichts von natürlichen Geburten. Viel zu riskant. Wir setzen da lieber auf unsere hochmodernen Geräte und holen alle Kinder per Kaiserschnitt auf die Welt.“
Das stand aber nicht in der Infobroschüre, die Bruno ihr gegeben hat oder sie hat es überlesen. Dummerweise ist es für einen Rückzieher schon zu spät, denn schon liegt sie auf dem Operationstisch.
So richtig wohl ist ihr bei der Sache ja nicht. Und dass der Arzt plötzlich den Raum verlässt und ein viel jüngerer, ziemlich unerfahren aussehender Arzt mit einem Mal hinter dem Gerät steht, trägt auch nicht zu ihrer Beruhigung bei. Zumal der anscheinend überhaupt keine Ahnung zu haben scheint und die Operationsarme mehr mit sich selber beschäftigt sind, als mit Rosalie.
Aber auch Bruno hat mittlerweile bemerkt, dass hier irgendwas schiefläuft und verfällt schon wieder in einen mittelschweren Panikanfall.
Die Operation ist unheimlich unangenehm und Rosalie ist erleichtert, als der Assistentsarzt dann doch noch irgendwie ihre kleine Tochter gesund und munter aus ihr herausholt. Überglücklich hält sie die kleine Josie im Arm und muss auch sie erstmal beruhigen von der anstrengenden Geburt.
Bruno hingegen fackelt nicht lange, füllt schnell die Feedbackkarte mit ein paar deftigen Kommentaren zu deren Methoden aus und packt dann ganz schnell seine Frau und seine Tochter ins Auto und fährt in Windeseile wieder nach Hause.
„Das nächste Mal, wenn ich so eine bescheuerte Idee, wie Kind im Krankenhaus bekommen habe, dann schüttel mich bitte so lange durch, bis ich wieder zur Vernunft komme. Das wäre ja zu Hause hundert Mal entspannter gewesen. Wieso hör ich eigentlich nicht auf dich und deine Mutter?“, murmelt er während der Fahrt kleinlaut vor sich hin.

Wieder daheim warten Greg und Svea schon ganz gespannt auf den neuen Nachwuchs für das Krämerhaus. Stolz zeigt Rosalie ihren Eltern ihre Tochter.
„Oh die ist ja ganz entzückend.“, ruft Svea aus. „Herzlichen Glückwunsch ihr zwei.“
Auch Greg ist mächtig stolz auf seine Tochter, was sie da für eine hübsche Enkelin zur Welt gebracht hat und das trotz der widrigen Umstände da im Krankenhaus. Hätte ihn mal einer gefragt, er hätte Bruno sagen können, dass das Simmemorial Mist ist. Das weiß er ja noch von Pennys Geburt, wo er Svea wieder mit nach Hause nehmen musste.
Nachdem Svea und Greg ihre neue Enkelin ausgiebig begutachtet haben, kann jetzt auch der Bruno endlich mal seine Tochter so richtig in Augenschein nehmen, vorhin war da einfach keine Zeit zu. Er wollte nur noch schnell weg.
„Oh, was bist du doch für ein süßes kleines Mädchen. Tut mir leid, dass der Papa da so auf eine doofe Geburt im Krankenhaus bestanden hat. Das war ja viel zu stressig für dich. Aber das mach ich wieder gut, versprochen.“, liebevoll küsst er sie auf die Stirn.
„Ach der Papa hat dich ganz doll lieb. Oh, was bist du niedlich. Und du hast die Augen deiner Mama, ganz klar. Ohje, da kann ich dir ja später keinen Wunsch abschlagen, wenn du mich damit genauso anguckst wie sie.“, vorsichtig legt er sie zurück in die Wiege. „Aber das dauert ja zum Glück noch ein bisschen, bis du so groß bist. Und bis dahin erfüllt dir der Papa sowieso jeden Wunsch. Ja, das macht er.“ 
Bruno könnte stundenlang so an der Wiege stehen und der fröhlich vor sich hin glucksenden Josie zugucken, aber leider ruft die Pflicht und er muss bis morgen noch ein paar Sachen für den Job recherchieren.
Dafür kommt Penny samt Anhang wenig später vorbei, um das neue Krämermitglied zu begrüßen.
„Hallo Schwesterchen. Wie geht’s dir? Alles gut verlaufen? War die Geburt unkompliziert?“ 

„Oh frag bloß nicht, sag ich dir. Hätte ich de Bruno doch nur nicht nachgegeben? Das war echt der Horror.“
„Erst war ja noch alles gut. Wir kommen da rein, ich melde mich am Empfang an und es kommt auch zügig ein Arzt. Ich denke super, geht’s bestimmt gleich in den Kreissaal, weil meine Wehen immer in kürzeren Abständen kamen, aber nein. Die machen da keine natürlichen Geburten. Kannst du dir das vorstellen? Da wird die einfach die Entscheidung abgenommen, wie du dein Kind bekommst und ein Kaiserschnitt aufgedrückt auch wenn der gar nicht sein müsste.“
„Na ja und dann kommt da so ein blutjunger Trottel rein, der keine Ahnung hatte und gerade frisch von der Uni kam oder so und der fummelt dann da mit seinen Geräten in mir rum. Der wusste überhaupt nicht was er da tat. Ich war so kurz davor vom Tisch zu springen da.“
Schockiert legt Penny sich die Hand auf’s Herz. „Oh Gott, das hört sich ja grauenhaft an. Sowas hab ich ja noch nie gesehen. Was ist das denn für ein Krankenhaus? Was ein Glück, dass ich mich damals für das SacredSim entschieden habe. Das klingt ja echt wie aus einem Horrorfilm. Ein Wunder, dass es euch beiden gut geht.“
„Ja, das denke ich mir auch immer wieder. Aber etwas Gutes hat die Sache auch. Der Bruno hat jetzt schon eingewilligt, dass ich das nächste Kind zu Hause hier bekommen darf. Mit Mama an meiner Seite fühl ich mich tausendmal besser, als in so einem Gruselkrankenhaus.“
„Oh, ihr plant also schon das nächste? Ihr seid ja echt flott.“, grinst Penny ihre Schwester an.
Rosalie lacht. „Nein, eigentlich noch nicht, aber du weißt ja wie schnell sowas bei uns Krämerfrauen gehen kann. Kaum denkst du auch nur dran, bist du auch schon schwanger.“

Emilia findet es übrigens gar nicht so lustig, dass ihre Mama und ihre Tante sie gar nicht beachten und stellt sich demonstrativ mit zitternder Unterlippe vor die beiden.
„Oh Süße, was ist denn los? Haben wir dich einfach ignoriert? Das tut mir leid. Erwachsene sind aber auch manchmal blöd, ne?“ 
„Na komm her und lass dich mal ordentlich knuddeln.“
Das reicht Emilia erstmal und sie zockelt wieder ab das Haus erkunden. Wer weiß, was bei Oma und Opa so alles zu finden ist. Penny will jetzt endlich mal ihre Nichte sehen und die ist praktischerweise auch gerade wach geworden.
Tja und Emilia, die hat den Weg nach oben gefunden und auch ein Bad. Zuhause passt Mama ja immer auf wie ein Luchs, das sie nicht im Badezimmer spielt, aber hier ist sie ja gerade beschäftigt. Also stiehlt sie sich heimlich darein und kann endlich mal dieses komische weiße Sitzding genauer unter die Lupe nehmen, wo Mama und Papa ständig drauf sitzen. 

Das ist ja voll lustig. Da ist ja sogar Wasser drinnen. Aber Mama Penny hat ein Radar, wenn ihre Tochter Mist macht und steht schon kurze Zeit später hinter ihr und zieh sie aus der Toilette.
„Ach Emilia, ich hab dir doch gesagt, das sollst du nicht. Auch nicht bei deinen Großeltern. Das ist nicht schön, das ist bäh.“

Spät am Nachmittag ist Bruno fertig mit arbeiten und kann wieder unter zu seiner Tochter gehen.
„Na, also wenn du schon wieder unsere Tochter in Beschlag nimmst, dann geh ich mal eben mit dem Hund.“
„Mh“, brummt Bruno nur und ist schon wieder ganz entzückt von Josie.
„Hast du denn Papa vermisst. Ja, hast du? Also der Papa hat dich ganz doll vermisst, du kleines Mäuschen.“
Plötzlich will Josie an seinem Finger saugen. „Oh hast du Hunger? Kein Problem. Irgendwo hat deine Mama schon eine Flasche Milch hingestellt, die sie extra für dich abgepumpt hat. Ah, hier ist sie ja schon. Achtung der Papa kommt mit Happa happa.“  

Als Josie fertig ist mit Trinken, macht sie noch ein Bäuerchen und danach legt Bruno sie wieder in die Wiege. „Ach was bist du für ein kleiner Schatz. Nicht weglaufen, der Papa ist gleich wieder da. Ich muss nur mal eben zur Toilette.“
Als Bruno zurück kommt steht da schon wieder ein andere Krämer vor der Wiehe und schäkert mit Josie.
Wie Bruno da so seine Schwiegermutter mit seiner Tochter so liebevoll spielen sieht, kommt ihm eine Idee.
„Du sag mal Svea, würdest du mir einen Gefallen tun?“
„Na klar, worum geht’s denn?“
„Ich glaube ich hab da noch was gut zu machen bei deiner Tochter, weil ich sie in dieses seltsame Krankenhaus geschleift habe, statt sie das Kind hier zu Hause bekommen zu lassen. Sie macht mir zwar keine Vorwürfe deswegen, aber ich mache die mir. Und sie war so tapfer bei der Geburt. Andere wären wahrscheinlich in Ohnmacht gefallen. Und da muss ich ihr dann auch mal zeigen, wie stolz ich auf die bin. Hast du vielleicht Lust mit Greg heute Abend für ne Stunde oder so auf Josie aufzupassen? Ist wirklich nicht lang.“
„Aber nichts lieber als das, Bruno. Da brauchst du doch gar nicht fragen, das ist doch selbstverständlich.“
„Ach Danke, ihr seid wirklich die besten.“ Er gibt seiner Tochter noch schnell einen Kuss und springt dann schnell unter die Dusche. Irgendwie riecht er immer noch nach Krankenhaus und das muss ja nicht sein, wenn er Rosalie verwöhnen will.
Sofort als diese vom Spaziergang mit Chips zurückkommt, schnappt er sich sie, bevor sie noch was anderes tun kann.
„Schatz, ich habe eine Überraschung für dich.“, legt er gleich los.
„Ok, was denn?“
„Also Josie ist gefüttert und gewickelt und liegt in ihrem Bettchen und schläft. Und deine Eltern haben sich dazu bereit erklärt, dass sie für ne Stunde ein Auge auf sie haben. Ich habe mir nämlich überlegt, dass du dich ja noch gar nicht richtig erholen konntest, seit der Geburt und völlig fertig sein musst. Das geht so nicht. Deswegen kümmere ich mich jetzt höchstpersönlich darum, dass du dich entspannst und dieses blöde Krankenhaus vergisst.“
„Oh und was schwebt dir da vor?“
„Zuerst gehen wir jetzt mal in den Keller. Da steht doch eine Sauna, da können wir den ganzen Stress erstmal ausschwitzen.“
„Und wer weiß, vielleicht hast du dann ja noch Lust in den Whirlpool zu gehen mit mir.“, zärtlich küsst er ihren Hals.
Weil sie weiß, dass Josie bei ihren Eltern in guten Händen ist, nimmt Rosalie Brunos Einladung in den Keller mit Freuden an. Aber statt sich faul in der Sauna zu entspannen, knutschen die beiden darin heftig rum.
„Irgendwie ist mir das hier viel zu dampfig, da kann ich die ja gar nicht richtig sehen. Wie war das mit dem Whirlpool? Also da hätte ich jetzt mehr Lust drauf.“ Gekonnt lässt sie das Saunahandtuch fallen und geht um die Ecke zum Whirlpool. Bruno folgt ihr auf der Stelle.
„Weißt du dieser Operationstisch war ganz schön hart. Seit ich da drauf gelegen habe, bin ich richtig verspannt. Vielleicht kannst du ja mal gucken, du kannst das doch so gut.“, flötet sie. Sofort legt Bruno Hand an.
„Schon viel besser“, genüsslich strafft sie ihre Schultern und streckt dabei wie zufällig ihr Dekolleté in Brunos Richtung.
„Findest du auch, dass meine Brüste irgendwie größer geworden sind?“ Unschuldig blickt sie Bruno an. Der kann ja nun nicht anders, als sie direkt anzugucken und nickt nur stoisch.
„Ach ich hab mich ja noch gar nicht für die Massage bei dir bedankt.“, rittlings setzt sie sich auf seinen Schoß und küsst ihn leidenschaftlich.
‚Verdammt, der Plan war eigentlich ein anderer.‘, denkt Bruno sich, als seine Frau da so mit entblößten Brüsten vor ihm sitzt. Auf ein bisschen knutschen hatte er ja gehofft, aber dass sie gleich auf’s Ganze geht, damit hat er nicht gerechnet. Er räuspert sich. „Schatz, eigentlich solltest du dich doch entspannen. Was versuchst du denn hier?“
„Also ich finde das hier gerade total entspannend. Ich kann mir gerade nichts entspannenderes vorstellen. Wobei ich sagen muss, du wirkst zum Teil recht angespannt.“ Sie schaut an ihm runter.
„Aber ich glaube dieses Mal kann ich da Abhilfe schaffen.“
Nach einem spektakulären Techtelmechtel sitzen die beiden zufrieden und entspannt noch eine ganze Weile im Whirlpool. Und vor allem Rosalie ist verdammt glücklich in diesem Moment.

Anders hingegen verhält es sich da beim Liam. Er kann immer noch nichts mit der ganzen Babysache anfangen und ist eher genervt, als irgendetwas anderes. Überhaupt nervt ihn im Moment alles- Eltern, Schule, Hausaufgaben, vor allem Hausaufgaben. Wieso muss man nach der Schule auch immer noch so viel tun, wo man doch schon den ganzen Vormittag gelernt hat. Da hat die Babysache dann doch ein Gutes. Seine Eltern sind so abgelenkt davon, dass sie ganz vergessen zu kontrollieren, ob er auch lernt. Also kann er sich ganz entspannt vor seine Konsole setzen und eine Runde Zocken.
Dummerweise sind seine Freunde aber heute besser als er und er verliert haushoch. Das bringt ihn gleich ziemlich auf die Palme. 
Irgendwie muss er sich jetzt abreagieren und dreht seine Musikanlage voll auf. Das hören auch Svea und Greg die unten im Wohnzimmer einen Film gucken, während sie auf Josie aufpassen.
„Ach herrje, was ist das denn? Das ist aber wirklich laut. Nicht, dass Josie noch wach wird.“ Sofort macht sich Svea auf den Weg nach oben zu ihrem Sohn.
„Liam mach doch mal bitte ein bisschen leiser. Man kann ja sein eigenes Wort nicht mehr verstehen.“, versucht sie gegen den lauten Bass anzukommen. 
Wiederwillig dreht Liam die Lautstärke runter. „Liam so geht das nicht. Du wohnst hier nicht alleine. Wir sind leider ein paar mehr Leute hier und da muss man mal Rücksicht aufeinander nehmen und jetzt, wo das Baby da ist, müssen wir auch auf Josie Rücksicht nehmen. Wenn du die Musik so laut drehst, weckst du sie am Ende noch.“, versucht Svea ihn zur Vernunft zu bringen.
„Was ist denn eigentlich mit deinen Hausaufgaben, hast du die schon fertig? Und wie sieht es in der Schule aus? Schreibt ihr vielleicht bald eine Arbeit und musst du noch lernen? Weißt du nur weil du jetzt im Footballteam bist, darfst du die restlichen Fächer in der Schule nicht einfach vernachlässigen, verstehst du?“ Liam ist sichtlich genervt von der Belehrung seiner Mutter.
„Chill mal, Mam. Das läuft schon alles. Ich bin ja nicht blöd. Du musst mich nicht ständig kontrollieren, ich bin ja kein kleines Kind mehr.“, kommentiert er augenrollend.
Als seine Mutter sein Zimmer schließlich wieder verlässt, hat sich seine Laune jetzt nicht unbedingt gebessert. 
Wieso müssen erwachsene auch immer meinen sie wüssten alles besser? Immer müssen die sich überall einmischen und lassen einem keinen Freiraum. Liam ist ja nun wirklich kein Baby mehr, findet er. Wird Zeit, dass die das auch langsam mal erkennen, dass er jetzt schon ein Teenager ist. Er ist der Meinung, er darf viel zu wenig weg, also trommelt er die Jungs aus seiner Footballmannschaft zusammen und seinen Cousin und verabredet sich mit ihnen in Windenburg vor der Disco. Heimlich schleicht er sich durch die Hintertür raus und trifft sich wenig später mit seinen Jungs. 
Fast die ganze Nacht feiern sie durch und machen die Disco unsicher. Liam staubt sogar einige Telefonnummern von älteren Frauen ab. 
Fast ist schon der nächste Morgen angebrochen, als Liam nicht unbedingt leise nach Hause kommt. Er ist ein kleines bisschen an geschäkert. Trotzdem bemerkt niemand, dass er weg war und jetzt erst wiederkommt. Seine Eltern schlafen tief und fest und auch Bruno und Rosalie sind viel zu beschäftigt damit Josie zu versorgen und dazu selber noch genug Schlaf abzubekommen, als das sie auf die Haustür unten achten würden.
Am nächsten Morgen übernimmt Bruno Chips Spaziergang, damit seine Frau noch ein bisschen schlafen kann
und Greg hat sich mit Feuereifer dazu bereit erklärt solange ein Auge auf Josie zu haben. Wobei er sich ja nicht mit nur einem Auge zufrieden gibt.
„So, jetzt ist der Opa endlich mal dran. Hast du gut geschlafen mein Engel? Ich glaube du hast heute Morgen noch gar kein Bäuerchen gemacht. Komm der Opa hilft dir dabei ein bisschen.“ 
„So ist doch gleich viel besser. Oder? Opa freut sich übrigens ganz doll, dass du da bist. Endlich kann ich wieder jemanden ganz doll verhätscheln.“
„Oh, bist du müde. Warte ich leg dich wieder hin und dann summe ich dich in den Schlaf. Ich bin ein ganz großer Summer, musst du wissen.“
„Halt warte noch kurz!“, ruft Bruno von hinten. Er will seinem Mädchen nämlich noch einen Abschiedskuss geben, bevor er zur Arbeit muss. „Der Papa geht jetzt schnell zur Arbeit und ist bald wieder da.“
Beschwingt macht er sich danach auf den Weg zur Arbeit. 
Und es ist auch nicht verwunderlich, dass er bei so guter Laune und daraus resultierender guter Arbeitsleistung später an diesem Tag befördert wird.

Doch vorher hat auch Rosalie endlich mal Zeit ihre Tochter im Arm zu halten, wo die restlichen Familienmitglieder aus dem Haus sind und sie Dank Elternzeit noch zu Hause bleiben kann.
„Ich glaube kleine Josie, du bist bestimmt das meist geknuddelte Baby auf der ganzen Welt. Hoffentlich stört dich das nicht. Aber es haben dich einfach alle so furchtbar lieb und wollen dich am liebsten den ganzen Tag im Arm halten.“, raunt sie ihr liebevoll zu.

Das mit dem den ganzen Tag im Arm halten trifft dann ja doch nicht ganz auf alle Familienmitglieder zu. Liam ist im Moment mehr mit sich selber beschäftigt und das damit das perfekte Selfie für seinen Simstagramaccount zu schießen.
Auch in der Schule läuft es nicht unbedingt rund für ihn. Vermehrt bekommen Greg und Svea Anrufe aus der Schule und bekommen vorgehalten, was der Liam jetzt wieder angestellt hat.
Doch es ist im Moment auch nicht besonders leicht mit ihm darüber zu reden, denn nach der Schule treibt er sich gerne noch in der Stadt rum und trainiert zuweilen fast bis spät in die Nacht im Fitnesscenter. 
Und wenn er dann doch mal zu Hause ist, ist er nur noch mit seinem Handy beschäftigt und dem perfekten Foto und blockt jeden Gesprächsversuch ab.
Greg und Svea ahnen gar nicht, was er noch so alles hinter ihrem Rücken treibt. Oft schneien bei ihm Frauen rein, die er kaum kennt und irgendwo in der Stadt aufgerissen hat. So auch an diesem Nachmittag.
Liam kann sich noch nicht mal mehr an ihrem Namen erinnern, nur wo er sie getroffen hat und das auch nur, weil er ihre Nummer unter „heißes Fitnessstudiobabe“ abgespeichert hat.
„Wow Babe, du siehst echt heiß aus heute.“ 
Liam hat schnell rausgefunden, dass viele Frauen auf seine direkte Art stehen und macht sich das oft gut und gerne zu nutzen. Er schafft es auch immer wieder seine OnS unbemerkt in sein Zimmer zu schleusen.
„Wow, dass ist ja eine Riesenhütte. Echt beeindruckend. Wohnst du hier ganz alleine? Wie kannst du dir das leisten?“ 
Den meisten seiner Eroberungen verschweigt er, dass er noch ein Teenager ist, er sieht nämlich für sein Alter ziemlich erwachsen aus und er findet die Leute sind ja selbst schuld, dass sie annehmen, dass er eigentlich älter ist, wenn sie nicht nachfragen.
„Also beeindruckend ist auch dein body“, zwinkert er ihr ablenkend zu und wirft noch einen Kuss hinterher.
„Setz dich doch, dann können wir uns besser unterhalten. Und ich kann meine Arme viel besser um dich legen.“
Nach ein paar Komplimenten und nachdem er ein bisschen seine Muskeln hat spielen lassen, hat er die Frauen dann meistens schon weichgekocht und sie sind Wachs in seinen Armen.
Und bei ein paar Küssen bleibt es dann meist auch nicht bei ihm.
„So, das war nett. Ich melde mich bei dir.“, hat er die Damen dann immer schnell aus seinem Bett und dem Haus bugsiert, wobei die immer wissen woran sie bei ihm sind, denn da macht er keinen Hehl draus. 
Bis jetzt ging das auch immer gut, noch nie hat jemand mitbekommen, wenn eine von ihnen kam oder ging, bis auf heute. Denn in dem Moment in dem Liams aktueller OnS das Haus verlässt, kommt Svea nach Hause und wundert sich noch, wer die junge Frau ist, die da die Treppe runterkommt.
Denn soweit sie weiß ist Rosalie noch nicht so dicke mit ihren Arbeitskolleginnen, Bruno hat auch noch nie was erzählt und eine Bekannte von Liam kann sie auch nicht sein, dafür ist sie viel zu alt. Verwundert schüttelt sie den Kopf und nimmt sich vor der Sache mal unauffällig auf den Grund zu gehen.

Fortsetzung folgt…















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