Heute also das zweite Special zu Pennys Auszug.
Verlassen haben wir Penny nachdem sie mit Mayumi zum
Frauenarzt aufgebrochen ist. Zwischendurch war sie noch bei ihren Eltern zu
Hause Ostern feiern und ist jetzt wieder im eigenen Heim.
Ein paar Wochen sind seit Pennys Besuch beim Frauenarzt
vergangen und was sie damals schon geahnt hatte, sollte sich dann auch bewahrheiten:
Penny ist es so unglaublich unangenehm, dass ausgerechnet
sie gleich beim ersten Freund nicht ordentlich aufpasst beim Verhüten und ungeplant
schwanger wird. Wie soll sie das nur jemals ihren Eltern erklären ohne dabei in
Grund und Boden zu sinken. Und auch Elias hat sie bis jetzt noch nichts gesagt,
weil sie sich nicht getraut hat. Schließlich sind sie erst seit ein paar Wochen
richtig zusammen und er wollte bestimmt nicht sofort ein Kind vor die Nase
gesetzt haben. Aber langsam kommt sie nicht mehr drumherum mit ihm darüber zu
reden, denn unter ihrem Shirt zeichnet sich immer stärker ein kleiner Babybauch
ab:
Wobei sind erstmal die Tage der bauchfreien Tops und Penny
legt sich eine angemessenere Garderobe zu:
Schließlich fasst sie den Entschluss Elias anzurufen und zum
klärenden Gespräch einzuladen. Sie liebt dieses Baby jetzt schon und auch wenn
Elias vielleicht bestürzt ist von der Neuigkeit und sie dann eventuell verlässt
(diesen Gedanken hat Penny schon tausendmal angespielt in ihrem Kopf, aber
konnte es nie zu Ende führen, weil es sich so schmerzhaft angefühlt hat), hat
ihr Kind doch die Chance auf einen Vater verdient. Und vielleicht kommt ja auch
alles ganz anders.
Trotzdem muss sie mehrmals tief durchatmen, bevor sie Elias
die Tür öffnet:
„Penny was ist los. Du hast dich so komisch angehört am
Telefon. Ist was passiert?“
„Ähm ja also… ohje ich weiß gar nicht, wie ich dir das sagen
soll.“:
„Nun rück schon raus mit der Sprache. Vielleicht kann ich
dir ja helfen, egal was es ist. So schlimm ist es ja bestimmt nicht.“:
„Also irgendwie doch. Ich sag’s jetzt einfach, macht ja sonst
auch keinen Sinn.“, Penny holt noch einmal tief Luft. „Erinnerst du dich noch
an unsere kleine Feier im Whirlpool nach meiner Beförderung?“ Elias nickt. „Ja,
also da haben wir wohl ein bisschen zu doll gefeiert und vor allem haben wir wohl
nicht alleine gefeiert. Also was ich eigentlich damit sagen will. Anscheinend
haben wir das noch nicht so drauf mit dem Verhütungskram, denn, ähm, ich bin
schwanger.“:
Elias weiß gar nicht was er sagen soll. „Bist du dir sicher?
Ich meine hast du nur einen Test gemacht aus dem Supermarkt? Die Dinger sind ja
nie so richtig zuverlässig. Am Besten fahren wir gleich mal zum Arzt und lassen
den das nochmal überprüfen, dann sind wir auch ganz sicher.“ Penny sieht schon
wie er kurz davor ist in Panik zu verfallen. Sie hat es doch geahnt, er steckt
das nicht so richtig gut weg.
„Ähm, nicht nötig. Ich war schon beim Arzt und der hat mit
das bestätigt. Ich hab auch schon ein Ultraschallbild, willst du sehen?“ Elias
zögert kurz und nimmt ihr dann das für ihn unscharfe Bild von irgendetwas aus
ihrer Hand. Ein paar Minuten starrt er einfach nur auf das Bild und dann
plötzlich füllen sich seine Augen mit Tränen. ‚Na toll, das war’s jetzt!‘,
befürchtet Penny schon, doch es kommt anders wie erwartet. Denn das sind keine
Tränen der Wut oder Trauer, nein, Elias hat Freudentränen in den Augen.:
„Krass, ich werde Vater. Dass das so schnell gehen kann,
rechnet ja auch keiner mit. Wahnsinn.“
„Das heißt du bist nicht böse?“, fragt Penny vorsichtig
nach.
„Böse? Wieso sollte ich böse sein? Vor allem nicht auf dich.
Du hast doch nichts falsch gemacht hier dran“, er hält das Ultraschallbild in
die Luft, „sind wir ja nun beide beteiligt, oder? Wobei ich zugeben muss, dass
ich rein gar nichts erkennen kann auf dem Bild. Ich freue mich schon darauf,
wenn ich mal nen Arm oder den Kopf sehen kann später.“
„Also bleibst du bei mir und dem Baby?“, Penny ist immer
noch nicht so überzeugt, dass Elias sich wirklich nicht trennen will.
„natürlich bleibe ich bei euch. Hast du etwa Angst gehabt,
ich könnte dich wegen sowas verlassen? Lass dir eines gesagt sein Penny, so ein
Mann bin ich nicht. Ich liebe dich und ja vielleicht ging das jetzt alles ein
bisschen schnell, aber ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als mit dir
eine Familie zu haben und wenn es schon jetzt so sein soll, dann hat sich
jemand schon was dabei gedacht.“
Plötzlich fällt die ganze Anspannung von Penny ab und sie
fühlt sich gleich viel leichter. Ob sie den Moment nutzen soll und gleich den
nächsten Schritt wagen soll. „Ich liebe dich auch. Ich glaube ich habe dir das
noch nie so richtig gesagt. Ich bin so froh dich getroffen zu haben. Und wo wir
das mit dem Baby jetzt geklärt haben, habe ich noch was auf der Seele. Also ich
meine du gehst hier ja eh schon ein und aus, als wäre es dein Haus und jetzt wo
ich schwanger bin, wäre es bestimmt angenehm dich eigentlich den ganzen Tag um
mich zu haben. Deswegen wollte ich dich fragen, ob du nicht vielleicht hier bei
mir einziehen magst?“:
„Hm, lass mich mal kurz überlegen. Ich soll meine winzige,
stickige Singlebude in der großen, lauten Stadt aufgeben und zu dir in dieses
große, geräumige Haus ziehen, dass direkt am Strand liegt und von dem aus man die
Möwen auf dem Meer beobachten kann. Ich weiß nicht…“, gespielt übertrieben
lässt sich Elias Zeit mit seiner Antwort:
„Na ja, warum nicht. Wird ja vielleicht ganz nett hier so
mit uns zweien.“:
„Oh man Elias veräpple mich doch nicht so, ich bin schwanger
und nah am Wasser gebaut. Na dann lass uns mal reingehen und ein
Umzugsunternehmen suchen, damit wir das zeitnah über die Bühne bringen, bevor
ich zum Walross werde und nur noch den ganzen Tag auf dem Sofa liege und mich
von dir bedienen lasse.“:
Jetzt hat auch Penny ihren Humor wiedergefunden.
Ausgerechnet der Sommer, in dem Penny schwanger ist, wird
anscheinend ein extrem heißer Sommer in Brindelton Bay. Egal wie luftig sie
sich auch anzieht, sie fühlt sich trotzdem immer unwohl und zu allem Übel macht
ihr auch noch diese verdammte Morgenübelkeit zu schaffen:
Aber davon lässt sie sich die Vorfreude auf das Baby nicht
nehmen und auch wenn die beiden sich überraschen lassen wollen, was das
Geschlecht des Kindes angeht, hat Penny schon mal das Kinderzimmer
eingerichtet:
Da sie tatsächlich vor kurzem zur Champion- Gamerin in der
Firma gekürt wurde, hat sie zu ihrem Glück ziemlich lapidare Arbeitszeiten und hat
ne Menge Freizeit. Sie liebt es mittlerweile diese Zeit zu nutzen und am Strand
entlang zu spazieren und ihrem Baby im Bauch schonmal die schöne Landschaft von
Brindleton Bay zu zeigen. Bei einem ihrer Spaziergänge kommt ihr ihre Schwester
entgegen und die sieht gar nicht so glücklich aus:
Ob ihr wohl auch die Hitze
zu schaffen macht oder ist es doch etwas anderes.
„Huhu, Rosalie hier drüben.“:
„Schwesterherz, wie geht es dir? Du hast dich ja ewig nicht
mehr gemeldet. Alles gut bei dir? Papa war schon dreimal kurz davor dir die Bude
zu stürmen, aber Mama hat ihn bis jetzt noch jedes Mal davon abhalten können.
Vielleicht solltest du ihn mal anrufen.“, begrüßt Rosalie sie.
„Ach du gute Güte, ich bin aber auch eine treulose Tomate.
Ich denke ja nur noch an mich und habe euch ganz vergessen. Das muss die
Aufregung sein, tut mir leid. Ich hole das gleich heute nach.“
„Aufregung? Was denn für Aufregung? Jetzt hast du mich aber
neugierig gemacht. Also ich lasse dich hier nicht mehr weg, bevor ich jetzt
alle pikanten Details aus deinem neuen Leben weiß.“
„Oh mein Gott, das habe ich ja auch ganz vergessen euch zu
erzählen, weil alles so hektisch war in letzter Zeit. Ich bin eine echt
schlechte Tochter und Schwester. Oh man.“
„Boah, Penny jetzt mach es doch nicht so spannend. Rück raus
mit der Sprache, was ist los bei dir?“
„Ok, also halte dich fest. Und bevor du was sagst, nein, ich
habe nie im Leben selber damit gerechnet, dass es so schnell geht“, Rosalie
guckt jetzt ganz verwirrt, „Aber ich bin schwanger!“:
„Ist nicht dein Ernst?“: „Wow, also du und Elias legt ja ein
ganz schönes Tempo vor“, zwinkert sie ihrer Schwester zu. „Aber hey, herzlichen
Glückwunsch. Man ist das aufregend. Ich freue mich so für euch.“:
„Danke, wir freuen uns auch schon riesig. Erst hatte ich ja
ein bisschen Angst, dass Elias es nicht so gut aufnimmt, schließlich sind wir ja
noch nicht lange zusammen, aber er ist echt von Anfang an voll dabei gewesen.
Das ist auch der Grund, warum es so hektisch war bei mir in letzter Zeit. Elias
und ich haben nämlich gleich beschlossen, dass er zu mir zieht und vor ein paar
Tagen sind dann endlich seine letzten Sachen bei uns angekommen. Ab jetzt wird
es auch wieder ruhiger denke ich. Aber du glaubst gar nicht, wie glücklich ich
im Moment bin.“
„Doch das glaub ich dir. Ich freu mich so für dich, dass du
mit Elias auch endlich deinen Seelenverwandten gefunden hast. Das war schon
lange überfällig. Und ruf unbedingt Mama und Papa an, die beiden werden
ausflippen vor Freude. Papa fällt wahrscheinlich noch am Telefon in Ohnmacht vor
lauter Vorfreude auf sein erstes Enkelkind und vielleicht drängt er Bruno und
mich dann nicht die ganze Zeit.“
„Apropos Bruno und du, alles gut bei euch? Wie gehen die
Hochzeitsvorbereitungen voran? Du sahst da vorhin nicht so glücklich aus.“,
tastet sich Penny vorsichtig vor.
„Doch, doch, bei uns ist alles gut. Ich bin nur ein bisschen
gestresst.
Das Datum rückt immer näher und ich habe das Gefühl ich habe noch
nichts geschafft. Ich habe kein Kleid. Keinen Veranstalter, der mir den Garten
zurecht macht und Papa ist auch keine große Hilfe mit seinem ständigen
Genörgel, dass er nicht mehr der jüngste ist und vor seinem Ableben mindestens
noch ein Enkelkind im Arm halten möchte. Das geht mir ganz schön an die
Substanz. Aber trotzdem freue ich mich, wenn es dann endlich soweit ist und ich
einfach nur Ja sagen muss.“:
Penny lacht. „Ja, das glaube ich. Aber du schaffst das
schon, das weiß ich. Und wenn ich dir irgendwie helfen kann, dann sag einfach
Bescheid. Beim Kleid aussuchen oder so, kann ich auch mit dickem Bauch helfen.“:
„Also auf das Angebot komme ich bestimmt zurück. Ich nehme nämlich
auf keinen Fall Papa oder Bruno mit zur Anprobe, denen ist ja eh nichts gut
genug. Da vertraue ich lieber auf dein und Mamas Urteil. Aber ich glaube ich
muss mal los, Chips hat sich schon ohne mich vom Acker gemacht. Nicht, dass die
zuhause noch denken, mir wäre was passiert. Ich hoffe wir hören uns ganz bald.
Mach’s gut Penny.“ Rosalie winkt Penny noch beim Laufen zu und verschwindet
dann hinter der nächsten Düne.
Die ganze Zeit in der prallen Hitze zu stehen, hat Penny
ganz schön zu schaffen gemacht und deswegen geht auch sie wieder nach Hause.
Keine zehn Minuten später klingelt es an der Haustür und Svea kommt auf einen Spontanbesuch
vorbei:
„Mama, was machst du denn hier?“, begrüßt Penny sie ganz
verwundert.
„Deine Schwester kam vorhin nach Hause und hat gemeint, dass
du uns was ganz Wichtiges zu erzählen hast. Und ich wollte mal schneller sein,
als der Papa, der ist nämlich gerade arbeiten, also bin ich schnell her
geflitzt.“, zwinkert Svea ihr zu.
„Oh man, hier kann man auch keine Geheimnisse haben“,
schmunzelt Penny. „Ach egal, eigentlich freue ich mich ja, dass du vorbeigekommen
bist und ich dir von Angesicht zu Angesicht berichten kann, dass du Oma wirst“:
Kurz hat Penny Angst, dass ihre Mama gleich in Tränen
ausbricht, aber schnell sind die aus dem Augenwinkel gewischt. „Oh Penny, das
ist ja wundervoll. Mit so einer tollen Nachricht hätte ich wirklich nicht
gerechnet. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, außer natürlich Herzlichen
Glückwunsch. Was für eine schöne Überraschung.“ Svea drückt ihre Älteste ganz
fest:
„Und ruf auf alle Fälle nachher noch den Papa an, der wird
Augen machen. Und denk auch bitte daran, dass wenn du Hilfe brauchst, egal bei
was und sei es beim Schuhe zu binden, dann sag Bescheid und einer von uns kommt
sofort vorbei, ja? Versprich mir das.“:
„Das mach ich versprochen.“ Svea bleibt noch bei ein
bisschen bei ihrer Tochter und diese löchert sie mit Fragen zur Schwangerschaft
und zur Geburt. Schließlich ist so eine Expertin live und in Farbe tausendmal
besser, als ein olles Buch.
Und so ziehen die Wochen ins Land und Pennys Schwangerschaft
schreitet voran. Auch Elias hat sich richtig eingelebt im Haus und es hat sich
herausgestellt, dass er ein kleiner Drecksspatz ist:
Was soll man auch die schmutzige Wäsche in den Korb dreißig
Zentimeter weiter rechts schmeißen, wenn sie doch auch auf dem Boden Platz
haben? Innerlich rollt Penny immer mit den Augen, wenn sie seine Wäsche wegräumt.
Aber es ist nicht nur die Wäsche. Penny freut sich ja, wenn er in der Küche
hilft und ihr mal was zu Essen macht, aber Arbeit abnehmen tut er ihr nicht
damit, wenn die Küche hinterher aussieht wie ein Schlachtfeld. Jedes Mal
hinterlässt er dreckige Arbeitsflächen:
Und eigentlich müsste Penny die ständig putzen. Doch auch
das wird mit Fortschreiten der Schwangerschaft und wachsendem Babybauch immer
beschwerlicher:
Deswegen beschließt Penny eines Morgens nach dem Frühstück,
dass ihre Finanzen es definitiv zulassen, dass Penny und Elias sich eine
Haushaltshilfe leisten können. Sie schafft den Haushalt einfach nicht mehr
alleine. Also ruft sie gleich bei der Agentur an und lässt sich auf die
Warteliste setzen:
Ansonsten verlaufen die Tage aber recht ruhig. Wobei Penny das
Gefühl hat, dass sie den ganzen Tag, wenn sie von der Arbeit nach Hause kommt,
nichts anderes macht, als zu Essen. Morgens nen schönen süßen Pfannkuchen,
mittags Makkaroni mit Käse, am Nachmittag ist dann schon wieder Platz für ein
Stück Kuchen, zum Abendbrot Spaghetti und vor dem Schlafen gehen noch eine
Schüssel Chips:
‚Oh Gott, wenn ich so weiter mache, sehe ich nach der Geburt
nicht viel anders aus, als jetzt.‘, sorgt sie sich um ihre Figur. Darum hat sie
jetzt schon mal angefangen Ratgeber zu lesen, wie man nach der Geburt schnell
wieder in Form kommt:
Am meisten über Pennys Schwangerschaft gefreut hat sich,
abgesehen von der Familie, auch Mayumi. Die war ganz begeistert, als Penny vor
ein paar Wochen mit ihr zum Frauenarzt ist und mit einem Mutterpass wieder aus
dem Sprechzimmer gekommen ist. „Wie cool ist das denn bitte? Jetzt sind wir
sogar zur gleichen Zeit schwanger“, hat sie ganz aufgeregt auf der Rückfahrt
geplappert. „Ist das nicht toll, jetzt muss keiner von uns da alleine durch.“ Und
deswegen sind Mayumis Besuche in den letzten Wochen zu einer Selbstverständlichkeit
geworden. Sie steht praktisch fast täglich bei Penny vor der Tür, wenn ihr
Freund arbeiten ist.
„Penny wie geht’s dir? Sag mal hast du auch so
Rückenschmerzen wie ich. Das doch echt nicht zum Aushalten. Ich weiß nachts schon
gar nicht mehr wie ich liegen soll und meine Füße habe ich auch schon seit
Wochen nicht mehr gesehen, wenn die nicht immer so weh tun würden, würde ich
daran zweifeln, ob sie überhaupt noch da sind.“:
Penny muss jedes Mal erstmal herzlich lachen, wenn ihre
Freundin vorbei kommt und sie über ihr Wohlbefinden und ihre Wehwehchen
informiert.
„Na wir haben es ja bald geschafft“, versucht Penny sie zu
beschwichtigen. „Zeit mal her deinen Wonneproppen. Wie geht es ihm oder ihr
denn heute?“, vorsichtig begutachtet Penny Mayumis Bauch:
„Boah, also den Tritten nach zu urteilen wird das hundertpro
ein Fußballspieler oder Kickboxer. So und jetzt zeig mal deine Wampe her. Da
muss ich doch auch gleich mal gucken, ob der zukünftige beste Freund oder
Freundin meines Kindes sich auch ordentlich entwickelt da drinnen.“:
Es ist schon zu einer Art Ritual geworden, dass die beiden
Freundinnen zu Anfang erstmal ihre Babybäuche begutachten. Da ist auch noch ein
anderer Grund, warum Mayumi so oft vorbeikommt. Sie langweilt sich zu Tode in
ihrer kleinen Wohnung in der Stadt, in der es nicht viel gibt. Das würde sie
nie laut aussprechen, denn sie weiß, dass das Enrico verletzen würde,
schließlich arbeitet er sich die Finger wund für sie beide und da will Mayumi
sich nicht auch noch darüber beklagen, dass das Entertainmentangebot in der Wohnung
zu wünschen lässt. Zum Glück hat ja aber Penny alles, was das gelangweilte
Baldmutterherz begehrt. Also steigt Mayumi nach der Begrüßung entweder erstmal
eine Runde auf die Gamingmatte:
Oder sie zieht sich auf Simflix ihre Lieblingsserie „Game of
Lamas“ rein:
Penny stört das nicht. Sie freut sich immer über Mayumis Besuch
muss sie wenigstens nicht mehr alleine Naschen. ^^ Also backt sie, während
Mayumi sich erstmal vor den großen Fernseher haut, lauter süße Köstlichkeiten.
Heute hat sie sich für leckere, klebrige Brownies entschieden:
Wobei sie auch beim Backen merkt, dass das immer beschwerlicher
wird. ‚Wird wirklich Zeit, dass das Kind bald kommt‘, denkt sie sich, als sie
mal wieder von höllischen Rückenschmerzen geplagt wird:
Aber egal, denkt sie sich noch, denn jetzt wird es Zeit die
Brownies zu verschlingen und Dank Mayumi muss sie das ja auch nicht alleine
tun:
„Sag mal, ihr lasst euch auch überraschen was es wird, oder?“,
fragt Penny plötzlich:
„Ja, wir dachten das macht die ganze Sache aufregender. Aber
ich muss sagen in letzter Zeit bin ich doch ganz schön neugierig. Aber jetzt
ist es ja eh bald so weit.“
„Stimmt, ich muss mich aber auch ständig dazu anhalten beim
nächsten Arztbesuch den Arzt nicht doch zu fragen was es wird.“
„Kann ich durchaus nachvollziehen. Aber sag mal Penny wäre
es nicht total lustig, wenn einer von uns ein Mädchen und einer einen Jungen zur
Welt bringt und dann spielen sie schon von Kindesbeinen an zusammen und werden
größer und dann verlieben sie sich irgendwann und heiraten später“, grinst
Mayumi:
„Also du hast ja große Pläne mit unseren Kindern“, lacht
Penny. „Aber du hast Recht lustig wäre es schon. Und wer weiß“, zwinkert sie.
Nach einem erholsamen und gemütlichen Nachmittag macht Mayumi sich dann wieder
auf den Weg nach Hause, damit Enrico keine leere Wohnung vorfindet:
Aber auch Elias lässt nicht lange auf sich warten und die
beiden genießen einen ruhigen Abend vor dem Fernseher:
Irgendwann hat Penny dann auch keine Lust mehr auf ihren
Ratgeber und bekommt schon wieder Hunger. Elias hat heute nach der Arbeit noch
im örtlichen Elektrogeschäft eine Überraschung für Penny besorgt und die will
sie jetzt gleich mal ausprobieren:
‚Es geht doch nichts über frisches Popcorn‘, freut sie sich,
als sie mit der Schüssel dampfenden Karamellpopcorn Richtung Fernseher zurück
geht:
Da Penny schon im letzten Trimester ihrer Schwangerschaft ist,
konnte sie schon in Elternzeit gehen und sich zu Hause schonen. Doch den ganzen
Tag alleine zu Hause ist auch doof, also beschließt sie mal bei ihren Eltern
vorbei zu schauen, wohnen ja nicht weit entfernt, das dürfte sie schaffen. So
steht sie nach zehn Minuten Fußmarsch auch schon im Haus ihrer Kindheit auf der
Matte:
Wobei hier anscheinend ein ganz schönes Durcheinander herrscht.
Liam turnt mitten in der Woche noch um halb elf zu Hause rum, obwohl schon
längst Zeit für die Schule ist:
Und Mama vergnügt sich draußen im Garten auf der Rutsche,
obwohl über ihr kein kleines Gewitter tobt:
„Na wenigstens scheinst du noch nochmal zu sein“, begrüßt
Penny Chips grinsend, die sofort auf ihr Frauchen zugelaufen kommt:
„Ja ich hab dich ja auch vermisst, Süße. Aber im Moment würde
ich es eh nicht schaffen mich ausreichend um dich zu kümmern“, gibt sie traurig
zu, als Chips sie abschleckt:
Da kommt auch schon Greg die Treppe runtergeeilt, der meint
die Stimme seiner Ältesten gehört zu haben. „Mensch Penny sag doch was, wenn du
hier bist. Schleichst hier rum wie ein Geist.“, begrüßt er sie:
„Alles ok? Oder ist was passiert?“, will er ganz besorgt
wissen:
„Nein, Papa alles gut. Uns geht es bestens. Sie streichelt
sich den Bauch. Ich hab mich nur so unendlich gelangweilt zu Hause und da habe
ich gehofft hier ist einer, der sich über meinen Besuch freut.“, lächelt sie
ihn an.
„Also Bienchen, ich freue mich immer, wenn du kommst. Das
weißt du doch. Und jetzt zeig mal her, was macht den mein Enkelkind?“:
„Oh ho, schon nicht schlecht. Da kann einer aber schon ordentlich
gegen Opas Hand treten, was? Und wie geht es dir?“, fragend blickt er zu Penny
hoch.
„Ach geht schon. Die üblichen Beschwerden halt. Schmerzender
Rücken, dicke Füße, immer Hunger“, lacht sie:
„Hm, also rein theoretisch kann ich gegen alles was machen.“,
überlegt Greg. „Womit wollen wir anfangen? Vielleicht die Füße? Deine Mutter
hat damals auf meine Massagen geschwört, als sie mit Liam schwanger war. Soll
ich mir deine auch mal angucken?“:
Dankbar nimmt Penny das Angebot von ihrem Vater an und geht
mit ihm in den Keller, wo Greg sich gleich ausgiebig erst dem rechten und dann
dem linken Fuß widmet:
„Oh Papa das ist traumhaft. Du hast ja magische Hände“,
seufzt sie genießerisch. Greg freut sich, dass er endlich auch mal was Gutes für
Penny tun konnte.
Anscheinend hat er aber das ganze Wasser aus ihren Füßen in
die Blase geknetet, denn nach der Massage muss Penny dringend mal auf Toilette.
Doch vorher stibitzt sie sich noch schnell eine Erdbeere aus dem Obstkorb und
verspeist die gleich beim Pinkeln:
Auf dem Weg zurück nach Hause hat es dummerweise angefangen
zu regnen, aber das stört Penny gar nicht, denn es ist immer noch Sommer und
der Regen ist angenehm warm auf der Haut und nach dem Besuch bei ihrer Familie
ist sie eh so gut gelaunt, dass ihr nicht mal der Regen diese nehmen kann:
Auch beim gemeinsamen
Abendbrot mit Elias hat sie das Gefühl, dass heute noch was richtig Gutes
passiert und kann einfach nicht aufhören zu grinsen:
Trotzdem muss sie sich danach kurz hinlegen und will gerade
ein kleines Nickerchen auf dem Sofa machen, als es plötzlich ziemlich feucht
wird zwischen ihren Beinen.:
„Ähm, Elias kommst du mal kurz. Ich glaube meine Fruchtblase
ist geplatzt.“
„Ach du Sch...“, panisch schnappt sich Elias die fertig
gepackte Krankenhaustasche und fährt das Auto vor. Endlich ist es also soweit
und das Baby kommt. Freudig und aufgeregt macht sich Penny zusammen mit Elias
auf den Weg ins Krankenhaus.
Schon wenige Stunden später, es war eine ziemlich
schnelle Geburt, können Penny, Elias und Baby Emilia wieder nach Hause. Penny
hat also ein Mädchen zur Welt gebracht und freut sich riesig über die Ankunft
des kleinen Sonnenscheins:
Und sie hat sich auch ganz umsonst Sorgen um ihre Figur
gemacht, denn nach der Geburt ist sie schnell wieder so schlank wie vorher:
Aber die Geburt hat sie doch ganz schön geschafft, deswegen
muss sie sich nach dem ersten Stillen erstmal hinlegen, aber kein Problem, denn
Elias ist schon zur Stelle und kümmert sich um seine Tochter:
Bei ihm war es gleich Liebe auf den ersten Blick und er
vergöttert die Kleine jetzt schon. „Ja, wer ist Papas kleine Prinzessin? Du
natürlich“, gluckst er sie liebevoll an und drückt ihr einen Kuss auf die
Stirn.:
Nach einem kurzen Schläfchen ist dann auch Penny
einigermaßen wieder fit und nimmt sich ausgiebig Zeit um ihre kleine Tochter zu
bewundern. „Oh ich glaube du bist das hübscheste kleine Wesen auf dieser Erde,
dass ich jemals gesehen habe.“:
Elias ist wie zu erwarten war ein wundervoller Vater und
scheut sich auch nicht die schmutzigen Windeln von Emilia zu wechseln:
Am nächsten Tag kommen natürlich Greg und Svea gleich vorbei,
um ihre Enkelin zu begutachten:
„Penny herzlichen Glückwunsch zur Geburt. Ein Mädchen also.
Wie schön“, freut sich Greg:
„Und geht es euch gut? Habt ihr alles gut überstanden? Ist
sie gesund?“, will Svea wissen.
„Ja, alles gut. Es war eine traumhafte Geburt. Keine
Komplikationen und es ging alles unheimlich schnell. Emilia hatte es wohl sehr
eilig. Kommt wir gehen hoch, dann kann ich sie euch zeigen.“:
Da lassen sich Greg und Svea nicht zweimal bitten und trotten
aufgeregt hinter Penny die Treppe hoch.
„Guck mal Emilia, das ist dein Opa. Zu dem kannst du immer
gehen später, wenn dich die Jungs ärgern. Opa zeigt denen dann mal wo der
Hammer hängt“:
„Na da kannst du Gift drauf nehmen“, lächelt Greg die kleine
Emilia an.
„Und das ist deine Oma. Die hilft dir bei allem weiter, was
du deiner Mama nicht erzählen kannst. Oma weiß nämlich alles.“:
„Na ja, nicht alles. Aber schon ein bisschen was“, gibt Svea
verlegen zurück.
Nach so vielen neuen Gesichtern ist Emilia dann ganz schön müde
und schläft sofort ein. Dann setzten die Erwachsenen sich eben an den
Kartentisch und diskutieren beim Karten spielen über dreckige Windeln und wunde
Babypopos:
Irgendwann zwischendurch guckt Penny dann mal aus dem Fenster
und muss sich doch ganz schön über die Haushaltshilfe wundern. Draußen regnet
es in Strömen, aber der Typ meint er muss sämtliche Pfützen aufwischen:
Was für
eine sinnlose Tätigkeit, aber irgendwie muss man seine Stunden ja voll
bekommen.
Nachdem Mama und Papa wieder weg sind, klingelt es schon
wieder an der Tür. Dieses Mal ist es Rosalie, die ganz aufgeregt in Pennys Arme
fällt.:
„Oh Penny, herzlichen
Glückwunsch. Man ist das alles aufregend. Ich bin schon so gespannt auf die Kleine.
Mama und Papa haben gesagt sie ist total niedlich. Und da musste ich nach der
Arbeit einfach herkommen du mir selbst ein Bild machen. Ich hoffe das stört
dich nicht. Hach, wo ist sie denn? Kann ich sie mal sehen? Darf ich sie vielleicht
auch mal halten. Oh man ich bin so aufgeregt. Hab ich das schon erwähnt?“:
„Woah, ruhig Schwesterchen. Erstmal tief durchatmen. Und dann
können wir natürlich sofort hochgehen und du kannst Emilia Hallo sagen.“
Rosalie atmet ein paar Mal tief durch und geht dann zusammen
mit ihrer Schwester nach oben.
„So Emilia und das ist deine Tante Rosalie. Die freut sich
glaub ich am meisten dich kennen zu lernen. Zu der kannst du eigentlich immer
gehen. Die ist immer für dich da. Ich glaube das ist die beste Tante, die sich
ein kleines Mädchen wünschen kann“, flüstert sie Emilia ins Ohr mit einem glücklichen
Lächeln in Richtung Rosalie:
Rosalie muss derweil nochmal tief durchatmen, damit sie
Emilia mit ihrer aufgedrehten Art am Ende noch verschreckt:
„Oh man Penny, die ist wirklich goldig und so knuffig. Das
habt ihr zwei gut hinbekommen.“, freut sich Rosalie für Penny und Elias.
„Dankeschön. Aber ich bin mir sicher du und Bruno ihr
bekommt eines Tages auch ganz entzückende Kinder. Vielleicht dauert es ja auch
gar nicht mehr so lange.“:
„Ach ich hoffe doch. Jetzt wo ich dich und die kleine Emilia
gesehen habe, wünsche ich mir auch endlich ein Kind mit Bruno. Ich glaube dann
wäre mein Leben komplett. Wird echt Zeit, dass wir bald mal die Hochzeit hinter
uns bringen.“, lacht Rosalie.
„Na dann haut mal rein. Und ansonsten kannst du solange
jederzeit auf Emilia aufpassen und schonmal ein bisschen üben. Die freut sich
bestimmt, wenn sie Zeit mit ihrer Tante verbringen kann.“
Lachend stehen die beiden noch eine ganze Zeit lang oben im
Flur:
Beide sind unendlich glücklich darüber, dass aus Schwestern,
die vorher nicht viel miteinander zu tun haben und nur nebeneinander her gelebt
haben, so gute Freundinnen geworden sind, die einander nicht missen wollen.
Schließlich wird es Zeit für Rosalie nach Hause zu gehen,
aber sie verspricht bald wieder vorbei zu kommen und Pennys Angebot mit dem
Babysitten definitiv zeitnah wahrzunehmen:
Und so macht sie sich dann auf den Weg nach Hause mit dem
großen Wunsch eigene Kinder zu haben und der Überlegung, wie sie das ihrem Verlobten
wohl am Besten schmackhaft machen kann…
*********************
Damit schließt sich im Prinzip erstmal Pennys Geschichte
soweit. Sie hat endich Elias bekommen. Beide wohnen in einem schönen Haus:
Und sie haben eine gemeinsame Tochter, die ich auch schon
habe altern lassen, bestand ja keine Notwendigkeit mehr sie als Baby zu lassen
und Penny sieht echt gut aus mit Emilia auf dem Arm:
Hier nochmal eine Ganzkörperansicht:
Es haben sich tatsächlich Elias braune Haare durchgesetzt
und auch seine blauen Augen.
So sieht sie dann mal als Kind aus:
Und so als Teen (leider mit Augen zu, aber man kann ja
erahnen wie es mit Augen auf aussieht):
Mayumi hat tatsächlich praktischerweise einen kleinen Jungen
bekommen (bzw kurz vor Penny, deswegen hat die noch schnell den letzten Tag vor
der Geburt ganz viele Erdbeeren gegessen ^^) und so sieht der kleine Sebastian
aus:
Ein hübscher Kerl, auch als Kind:
Und auch als Teen:
Das heißt ich kann die Genration tatsächlich irgendwann mal
zusammenführen *yay* Das freut mich irgendwie ganz besonders. ^^





























































































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