Was bisher geschah: Bruno und Rosalie haben sich das Ja-Wort
gegeben und die Familie hat für sie ein paar Tage Flitterwochen in Selvadorada
organisiert. Gleich am ersten Tag machen sich die beiden auf in den Dschungel,
aber haben dort nicht besonders viel Glück. Eine Vergiftung, Spinnen und Fledermausattacken
sind nur ein paar der Katastrophen, die sie zu verfolgen scheinen. Sie brechen
ihr Abenteuer ab und erkunden lieber noch ein bisschen den Markt. Dort trifft
Bruno in der Bar auf Pennys Ex Matías und liefert sich eine Prügelei mit ihm,
wobei Matías zu unfairen Mitteln greift.
Zurück in der Unterkunft ist Bruno immer noch ein bisschen
benommen.
„Sicher, dass wir nicht doch zum Arzt gehen wollen?“,
besorgt betrachtet Rosalie ihren Mann.
„Nein, nein, alles gut. Die Wirkung hat auch schon
nachgelassen, ich brauch nur noch eine Mütze voll Schlaf und morgen bin ich
wieder der Alte, versprochen“, versichert Bruno ihr. Skeptisch zieht sie die
Augenbraue hoch, aber erwidert nichts. In dieser Nacht haben die beiden nicht
so wirklich das Gefühl in den Flitterwochen zu sein, aber tatsächlich scheint
es Bruno am Morgen sehr viel besser zu gehen. Nach der Pleite am Abend davor
hat Rosalie sich überlegt ihren Mann damit zu überraschen, dass sie noch einmal
bereit wäre für einen Streifzug durch den Dschungel, aber zuerst muss sie diese
dumme Übelkeit loswerden.
„Guten Morgen mein Liebling“, begrüßt Bruno sie gut gelaunt,
als sie verstohlen aus dem Bad kommt. „Geht’s dir gut?“, will er wissen.
„Ja, alles bestens. Ich komm nur mit dem Essen hier nicht klar.
Aber mal was ganz anderes. Gestern war ja nicht so unser Tag. Erst geht die
Sache im Dschungel in die Hose und dann deine Begegnung mit diesem miesen Ex
von meiner Schwester. Ich glaube den Tag streichen wir einfach aus unserem
Gedächtnis. Trotzdem finde ich das irgendwie doof, dass wir uns jetzt schon bis
zum Tempel durchgeschlagen haben und das soll es gewesen sein. Deswegen habe
ich mich gestern Nachmittag noch ein bisschen schlau gemacht im Internet und
auf dem Markt, wie man das am besten anstellt und ich glaube, wenn du Lust
hättest, könnten wir das nochmal versuchen mit dem Tempel. Was meinst du?“
„Ist das dein Ernst Schatz?“, Bruno freut sich wie ein
kleines Kind
„Die ganze Zeit überlege ich schon, wie ich dich nochmal in
diesen vermaledeiten Dschungel bekomme und dann schlägst du mir das von dir aus
vor. Du bist wirklich die beste Ehefrau, die sich ein Sim nur wünschen kann.
Von mir aus können wir gleich los. Ich hab mir, also uns, auch extra gestern
ganz viel Ausrüstung auf dem Markt besorgt und passende Forscheroutfits. Oh,
das wird toll heute, ich fühle das.“ Aufgeregt sammelt er alles zusammen, was
er gestern gekauft hat, zieht sich an und macht sich mit seiner Frau auf den
Weg zum Dschungeleingang.
Da sie ja schon gestern alle Torbögen und Wege freigelegt
haben, sind sie an diesem Morgen nach nur einer viertel Stunde am Tempel
angekommen. Sofort macht Bruno sich voller Tatendrang wieder an die Tempelmechanismen.
Der erste, den er auslöst, ist leider wieder ein Falscher und eine Ladung
Knochenstaub landet erneut in seinem Gesicht, aber Bruno ist vorbereitet und
spült sich den Mund einfach mit ganz viel Wasser aus.
Danach läuft alles wir geschmiert. Auch Rosalie findet
langsam gefallen an dem Tempelabenteuer und unterstützt ihren Mann tatkräftig
bei der Erforschung der Mechanismen.
Sogar die Tempelgeister scheinen ihnen heute gewogen, denn
Bruno fühlt sich nach einer erfolgreichen Auslösung eines Mechanismus wie ein
ganz anderer Mensch, keiner kann ihm heute was anhaben.
Nach einer Stunde stehen die beiden schon in der letzten
Kammer ganz unten und staunen nicht schlecht.
In der Kammer türmen sich alte Relikte und Skelettwächter scheinen
die drei Truhen in den Ecken zu bewachen. Aber davon lassen sich die Zwei nicht
abschrecken. Rosalie nimmt sich als Erste eine der Truhen vor uns stemmt unter
großer Anstrengung den Deckel zur Seite.
Aber auch Bruno muss eine ganze Menge Muskelkraft mobilisieren
um seine Truhe aufzustemmen.
Und so hold ihnen das Glück heute auch war, so
ein bisschen holt sie dann doch noch die Pechsträhne von gestern wieder ein.
Zum Schluss bleibt noch eine Truhe übrig und weil Bruno
nicht riskieren möchte, dass seine Frau am Ende auch noch mit einem Fluch
belegt wird, übernimmt er auch die kurzerhand. Zum Glück passiert aber nichts
weiter außer, dass er eine Menge wertvolle Dinge in der Truhe findet.
„Danke, dass du das mitgemacht hast.“, bedankt er sich bei
Rosalie.
„Ach gerne doch, ich fand das ja auch ganz witzig und
aufregend. Und am Ende ist ja doch ne Menge bei rausgesprungen für uns.“,
grinst sie.
„Na aber auf jeden Fall. Jetzt lass uns schnell zurück zur
Unterkunft, damit ich mich nochmal gebührend und standesgemäß bei dir bedanken
kann.“ Verschmitzt zwinkert er ihr zu.
Wenig später sind die zwei wieder zurück und schon oben im
Schlafzimmer. „Also nochmal Danke Rosalie. Das war echt ein super Tag bisher.
Aber jetzt mal Butter bei die Fische.“, guckt er sie ernst
an. „Was ist los mit dir? Ich seh doch, dass es dir nicht gut geht, auch wenn
du es zu verstecken versuchst. Ich bin ja nicht blind. Seit wir hier angekommen
sind, ist dir die ganze Zeit schlecht. Ich glaube kaum, dass das am Essen
liegt. Und sowieso scheinst du dich seit unserer Ankunft hier ziemlich unwohl
zu fühlen. Gibt es da vielleicht etwas, was du mir sagen willst? Vielleicht
etwas, was mit dem Müll im Badezimmer zusammenhängt?“
‚Oh Gott‘, denkt sich Rosalie. ‚Ich hab doch nicht etwa?‘
„Oh man, ich bin so blöd.“ Denkt sie dann laut. „Vielleicht
solltest du dich setzen.“ Geduldig setzt Bruno sich auf die Bettkante und
Rosalie sich daneben. „Ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll. Also wir
Krämerfrauen scheinen da ein gewisses Talent für die eine Sache zu haben, die
so nie geplant war. Ich fürchte in der Hochzeitsnacht waren wir nicht die einzigen
beiden stürmischen.“ Ein wenig peinlich berührt weiß sie gar nicht so recht,
wie sie weitersprechen soll. „Ähm, also es ist wohl so, dass deine kleinen
Brunos auch ein wenig zu aufgeregt waren und alle Mauern durchbrochen haben.
Wenn du verstehst was ich meine.“
Bruno lacht laut auf. „Ja, ich hab das verstanden, was du
mir sagen willst, auch wenn du in seltsamen Bildern sprichst. Aber eigentlich
wolltest du mir nur mitteilen, dass wahrscheinlich das Kondom in der Nacht
nicht das gehalten hat, was es verspricht.“
„Ähm, ja genau. Und weil ich doofe Kuh vergessen habe den
Test ordentlich zu entsorgen, weißt du ja bestimmt schon, dass das nicht ohne
Folgen geblieben ist. Bruno du wirst schneller als erwartet Vater.“
Bruno räuspert sich und versucht sich die Freude über diese
Nachricht nicht allzu sehr anmerken zu lassen, aber er kann das das freudige
Lächeln einfach nicht abstellen. „Weißt du Schatz, ich würde ja gerne
überrascht tun, aber ich hab’s ja geahnt. Und weißt du was, mir ist das sowas
von egal, ob das geplant war oder nicht. Oder ob manche Leute behaupten würden
es wäre zu früh, sollen die doch reden. Ich freue mich mehr als du wahrscheinlich
ahnst. Ein Kind mit dir zusammen, das ist das Schönste, was ich mir vorstellen
kann. Das setzt allem eigentlich nur noch die Krone auf.“
Wieder einmal ist Rosalie glücklich, dass sie Bruno gefunden
hat. Welcher Mann reagiert schon so lässig auf die Nachricht, dass er ungeplant
Vater wird.
„Weißt du eigentlich wie sehr ich dich liebe?“ Sie drückt
ihm einen Kuss auf die Lippen.
„Also wahrscheinlich nicht mal annähernd so sehr, wie ich
dich liebe.“, gibt er zurück.
„So und da du ja jetzt endlich mit der Wahrheit rausgerückt
bist, können wir ja morgen dann wieder nach Hause fahren.“
Schockiert blickt Rosalie ihrem Mann ins Gesicht. „Wie nach
Hause? Wieso? Wir haben doch noch zwei Tage hier.“
„Du kannst doch nicht ernsthaft annehmen, dass ich meine
schwangere Frau diesen Gefahren hier aussetze? Weißt du eigentlich was hier
alles lauert? Giftige Spinnen, blutsaugende Fledermäuse und an jeder Ecke irgendwelche
Fallen. Ich hatte vorhin im Tempel schon ständig Angst um dich. Also nein, tut
mir leid, aber Selvadorada ist keine sichere Umgebung für meine Frau und mein
Kind. Nein, beim besten Willen nicht, morgen fahren wir nach Hause.“
„Aber ich möchte dir nicht die Flitterwochen vermiesen. Du
hast doch so viel Spaß hier und es ist doch total aufregend hier.“
„Aufregung hab ich demnächst auch zu Hause, dafür muss ich
nicht hier bleiben und Spaß hab ich nur, weil ich den mit dir zusammen erleben kann
und das wird ein wenig schwierig, wenn ich mir ständig Sorgen um dich mache.
Ich hab doch schon alles gesehen, was man hier sehen kann. Ich war im Dschungel,
hab nen Tempelschatz ausgehoben und mich geprügelt. Alles in allem, waren es
doch ziemlich erfolgreiche Flitterwochen auch wenn sie recht kurz waren.“
„Und es macht dir wirklich nichts aus, wenn wir schon wieder
fahren?“
„Nein, ganz und gar nicht. Mir ist am Wichtigsten, dass es
dir jetzt gut geht und das geht es dir glaub ich am besten zu Hause bei deinen
Eltern und in unserem sicheren Haus.“
„Außerdem…“, flüstert er ihr ins Ohr. „…traue ich mich wahrscheinlich
gar nicht dich anzufassen, wenn ich niemanden in der Nähe weiß, der bei Komplikationen
sofort zur Stelle ist. Und es wäre doch äußert schade, wenn ich mich bis dahin in
Geduld üben müsste, darin bin ich nämlich nicht so gut.“
Da muss Rosalie verlegen kichern.
‚Hoffentlich denkt er
das auch noch, wenn ich dick und rund bin.‘
„So, jetzt aber mal hoch hier und hergezeigt den Bauch. Lass
den Papa mal gucken, ob der schon was fühlen kann. Meine Güte, wo hast du den denn die ganze
Zeit versteckt?“
„Tja, gut oder? War aber gar nicht so einfach. So ein bisschen was versteh ich anscheinend
schon von Mode. Man muss nur die richtige Kleidung tragen.“ Liebevoll
streichelt Rosalie sich über den schon ordentlich gerundeten Bauch.
„Also wie war das vorhin mit der Ungeduld und so? Ich hab
nämlich glaub ich gerade Schwangerschaftshormone und brauch dringend noch mal
eine Runde Streicheleinheiten.“
„Oh, also da werde ich natürlich sofort für Abhilfe sorgen“
und schon verschwinden die beiden unter der Bettdecke.
Mitten in der Nacht wird Rosalie dann wach. Es scheint als
habe ausgerechnet sie eine von den Schwangerschaften mit heftiger Übelkeit
erwischt.
Aber weil der Bruno ja jetzt eh Bescheid weiß, muss sie da
nichts mehr länger unterdrücken oder sich auf irgendwelche öffentlichen
Toiletten verziehen. Das hätte sie auch gar nicht geschafft, sie schafft es nur
noch bis zum Klo nebenan und spült wieder einmal das schöne Essen in die
Kanalisation runter.
‚Ach herrje, vielleicht sollte ich das nächste Mal
lieber das Licht anmachen, dann treffe ich auch ordentlich. Gut, dass Bruno
noch schläft, dann kann ich das noch schnell sauber machen.‘
Weil sie danach eh nicht wieder schlafen kann, geht sie nach
unten in die Küche und jetzt ja auch nach Lust und Laune ihrer neuen
Leidenschaft nach Fleisch nachgehen und bereitet sich ein schönes Frühstück mit
Eiern und Speck zu.
‚Doch ganz gut, dass wir heute wieder nach Hause fahren.‘,
denkt sie sich. ‚Ich glaub das Klima ist nichts für Schwangere hier. Jedenfalls
nicht, wenn man das nicht gewöhnt ist.‘
Eine halbe Stunde später ist dann auch Bruno wach und
gesellt sich zu ihr. „Taxi kommt gleich in einer Stunde. Wir können gleich noch
in Ruhe die Koffer packen und dann geht es Richtung Heimat.“
„Hab ich dir in letzter Zeit eigentlich mal gesagt, dass du
der beste Ehemann der Welt bist? Weil das bist du nämlich. Ich hätte zwar gestern
noch was anderes behauptet, aber ich bin doch ganz froh, dass wir bald wieder
zu Hause sind.“
„Weiß ich doch“, zwinkert er ihr zu und räumt die Teller ab.
Am späten Vormittag kommen sie wieder in Brindleton Bay an.
Während Rosalie schon wieder ein heftiger Anfall von Übelkeit überkommt
,
freut sich Bruno einfach nur wieder zu Hause zu sein. So ein paar Tage woanders ist ja ganz nett, aber zuhause ist es doch am schönsten. ‚Das ich das nochmal denken würde.‘ Außerdem freut er sich schon auf Gregs Gesicht, wenn dieser die gute Nachricht hört.
Doch erstmal ist dieser ziemlich verwundert und besorgt, als
er seine zwei Turteltauben viel zu früh wieder im Wohnzimmer stehen sieht. „Bruno,
Rosalie, was macht ihr denn schon wieder hier? Ist was passiert? Geht es auch
gut? Mensch Kinder, jagt eurem alten Herrn doch nicht so einen Schrecken ein.“
„Nein, Papa, alles ok. Uns geht’s gut. Brauchst dir keine Sorgen
zu machen.“
„Ganz sicher? Warum seid ihr denn dann schon wieder hier? Irgendwas
muss doch gewesen sein. Ihr habt euch doch nicht gestritten oder? Also wenn ja,
ist das ja wohl kein Grund gleich wieder nach Hause zu kommen. So ein kleiner
Streit ist doch schnell beigelegt, das passiert schonmal wenn man frisch
verheiratet ist und alles neu ausloten muss.“
„Nein, Papa, wir haben uns auch nicht gestritten. Wir verstehen
uns immer noch prächtig. Ich erklär dir gleich alles. Aber erst wenn Mama auch da
ist.“ Verstohlen muss Bruno im Hintergrund kichern. In dem Moment kommt Svea
die Treppe runter. „Ich wusste doch, dass ich eure Stimmen gehört habe. Seid
ihr nicht viel zu früh wieder hier? Alles in Ordnung bei euch?“
‚Also wenn Rosalie ihnen nicht endlich mal erzählt was Sache
ist, breche ich hier gleich in Tränen aus vor lauter Lachen. Die zwei sind ja
zu süß.‘
„Nein Mama, alles Ok. Hab ich Papa auch schon gesagt. Eigentlich
ist es sogar ein ganz freudiger Grund, warum wir zwei schon wieder hier sind.
Wobei der Bruno mich ein bisschen dazu gezwungen hat, früher wieder zurück zu
kommen. Aber egal. Ich leg jetzt gleich mal alle Karten auf den Tisch.
Also Mama, Papa, der Bruno und ich freuen uns euch sagen zu
können, dass ihr noch mal Großeltern werdet. Ich bin schwanger.“
„Huch, also das geht ja echt rasant bei euch Mädels. Aber
ist ja auch egal. Komm mal her und lass dich drücken. Ich freu mich so für
euch.“
Gregs Gesicht ähnelt in dem Moment dem von Bruno, als er die
gute Nachricht zum ersten Mal gehört hat und dann bricht es aus ihm raus. „Ich
glaub ich werde verrückt. Ich werd schon wieder Opa. Ist das zu fassen. Erst
ziert ihr euch so und dann geht das so rasant. Man ist das aufregend. Wann ist es
denn soweit? Wird es ein Junge oder ein Mädchen? Zeig dem Opa das mal her. Uh,
noch ein Babybauch.“
Liebevoll betastet er Rosalies Bauch. Jetzt kann der
Bruno doch nicht mehr an sich halten und bricht in schallendes Gelächter aus. „Oh
man Greg und ich dachte ich wäre schlimm, aber du toppst mich ja um Längen. Man
könnte meinen du bist schwanger so aufgeregt bist du.“
„Na was denn? Ich freu mich halt. Ist doch toll. Ich werde
so gerne Opa. Ach was freu ich mich, wenn das Kleine hier durchs Haus wuselt.“
Noch eine ganze Weile stehen die vier im Wohnzimmer zusammen
und bewundern Rosalies Babybauch. In der Küche sitzt Liam und kann die ganze
Aufregung der Erwachsenen nicht so ganz nachvollziehen. ‚Na toll, noch ein Sim
mehr im Haus. Ist doch eh schon voll genug hier.‘, denkt er sich, während er
seinen Obstsalat löffelt.
Die Tage ziehen ins Land und Rosalie ist wahrscheinlich die
bestumsorget Schwangere in ganz Brindleton Bay und darüber hinaus. Eigentlich
kann sie den ganzen Tag auf dem Sofa sitzen und die Füße hochlegen, ständig
kommt jemand rein und fragt, ob sie etwas braucht oder ob es ihr und dem Baby
gut geht.
Eigentlich wollte auch Penny schon längst mal bei ihrer
Schwester vorbeigeschaut haben, aber sie hat ja auch mit Emilia alle Hände voll
zu tun. Doch an Elias nächsten freien Tag, drückt sie ihm die Kleine aufs Auge
und meldet sich bei ihrer Schwester zu Besuch an.
„Rosalie, Schwesterherz, wie geht es dir. Man ich wollte
schon viel früher vorbeikommen, aber nie schien es gepasst zu haben. Wow, also
das ist ja schon eine ziemliche Kugel muss ich sagen. Zeig mal wie beweglich du
noch bist. Klappt unser alter Geheimhandschlag noch?“
„Ach, ich freu mich so für euch. Wurde aber auch echt
langsam mal Zeit, dass ihr auch mit dem Nachwuchs anfangt.“, zwinkert Penny
ihrer Schwester zu. „Aber sag mal, wie geht’s dir sonst so? Alles im Lot bei
dir?“
„Ja, alles gut. Wobei unter uns“, sie winkt ihre Schwester
näher zu sich. „Manchmal gehen mir die anderen schon ein bisschen auf die
Nerven. Ich bin zwar schwanger, aber in Watte packen müssen die mich jetzt auch
nicht.“
„Wenn es nach Papa geht, muss ich am Besten den ganzen Tag
auf der Couch liegen und der Bruno würde mich am Liebsten ans Bett fesseln und
mir alles vor die Füße tragen. Ich hab das Gefühl, dass er jedes Mal vor einem
Herzinfarkt steht, wenn ich die Treppe rauf oder runter steige. Dabei bin ich
doch noch gar nicht so schwerfällig. Noch geht das doch noch.“
„Die sind halt einfach nur besorgt um dich. Nimm dir das
nicht so zu Herzen. Ist ja auch bald vorbei, bleibt ja kein Dauerzustand. Aber
da sieht man ja doch schon ordentlich was. Darf ich mal fühlen?“
„Aber klar doch.“
„Oh, ich glaube es hat mich getreten. Wird bestimmt ein
kräftiger kleiner Kerl oder Mädchen. Aber bei dem Papa ja auch kein Wunder. Und
mal abgesehen von den überfürsorglichen Männern hier, wie geht es dir sonst so?“
„Na ja, was soll ich dir hier einen vorheulen? Du weißt ja
wahrscheinlich am Besten was man so für Wehwehchen hat als Schwanger. Rücken
tut weh, Füße kann ich gar nicht mehr sehen und ich fühl mich wie ein an den Strand
gespülter Pottwal.“
Penny muss lachen. „Ja, das Gefühl kenne ich. Sag mal, im
Keller steht doch immer noch die Massageliege, oder?“ Rosalie nickt. „Na dann
lass und mal runter gehen, ich tu mal was gegen deinen Rücken. Ich hab neulich
so einen Onlinekurs gemacht in Schwangerschaftsmassage, man weiß ja nie, wann
man das nochmal gebrauchen kann und du bist jetzt mein erstes Opfer.“
Gekonnt legt Penny dann im Keller Handan an Rosalie und
verschafft ihr ein wenig Entspannung.
Die ist auch gleich so entspannt, dass ihr aus Versehen ein
kleiner Pups entweicht. Am liebsten möchte sie im Boden versinken so peinlich
ist ihr das. Aber Penny verzieht nur ganz kurz das Gesicht und macht dann
unbeirrt weiter. Schließlich weiß sie selbst am besten, dass man in der
Schwangerschaft nicht immer alle seine Körperfunktionen unter Kontrolle hat.
„Oh mein Gott, fühlt sich das herrlich an.“, freut sich
Rosalie, als sie von der Liege aufsteht und sich ohne Schmerzen strecken kann.
„So und jetzt weiter zu deinen Füßen. Da bin ich nämlich laut
Mayumi auch eine Zauberin drinnen.“ Geschickt lotst sie ihre Schwester zum
Massagestuhl und platziert sich direkt vor ihr.
Rosalie freut sich, dass sie endlich mal wieder ausgiebig mit
ihrer Schwester quatschen kann und redet mit ihr über alles, was ihr auf der
Seele brennt.
Am Abend fühlt sie sich immer noch so leicht von Pennys Massage,
dass sie beschließt mal wieder zu versuchen ihren Mann zu verführen, also wenn der
sich trotz rundem Bauch noch von ihr verführen lässt.
„Na Schatz, auf wen wartest du denn da so gespannt?“, fragt
Bruno sie, als der ins Zimmer kommt.
„Blöde Frage, auf dich natürlich, auf wen denn sonst? Setz dich doch.“ Energisch klopft sie mit der Hand auf den freien Platz neben sich.
„Blöde Frage, auf dich natürlich, auf wen denn sonst? Setz dich doch.“ Energisch klopft sie mit der Hand auf den freien Platz neben sich.
„Soll ich dir irgendwas bringen?“, fängt Bruno gleich wieder
an.
„Hast du Hunger oder Durst. Soll ich dir die Kissen aufschütteln?"
„Hmm, also wenn du so fragst, könntest du mir mal die
Schultern massieren, die sind ganz schön verspannt.“ Dass das gar nicht stimmt,
muss sie ihm ja nicht unter die Nase binden.
„Aber natürlich. Dreh dich mal ein bisschen.“
„Danke!“, haucht Rosalie. Das hat wirklich gutgetan.“ Zärtlich
küsst sie ihn.
„Sag mal Bruno, was sagst du dazu, wenn wir heute Nacht mal
wieder ein bisschen Spaß miteinander haben? Ich hab das Gefühl seit Selvadorada
haben wir nur noch nebeneinander statt miteinander geschlafen. Wo ist denn
deine Ungeduld hin?“
„Ich weiß ja nicht. Ist das denn gut fürs Baby?“
„Also jetzt mal im Ernst. Andere Schwangere haben auch Sex und die sind davon nicht gestorben und haben gesunde Babys auf die Welt gebracht. Da werden wir das ja wohl auch können. Ich bin zwar im Moment nicht die beweglichste und seh mehr aus wie ein Wal, statt wie ein Sim, aber wir können ja das Licht ausmachen.“
„Also jetzt mal im Ernst. Andere Schwangere haben auch Sex und die sind davon nicht gestorben und haben gesunde Babys auf die Welt gebracht. Da werden wir das ja wohl auch können. Ich bin zwar im Moment nicht die beweglichste und seh mehr aus wie ein Wal, statt wie ein Sim, aber wir können ja das Licht ausmachen.“
Jetzt ist aber Brunos männlicher Stolz auf seine Frau
geweckt. „Ähm hallo, wenn wir das Licht ausmachen, kann ich dich doch gar nicht
mehr sehen und auch nicht wie schön du bist. Also wenn du ein Wal bist, dann
aber ein besonders attraktiver und hübscher und meiner.“, zwinkert er ihr zu. „Und
ich bin ja beweglich genug noch, da kann ich ja die ganze Arbeit auf mich nehmen.“
Rosalie hat ihr Ziel erreicht und die beiden verschwinden
für ein längst überfälliges Schäferstündchen unter der Bettdecke.
Auch in den letzten Tagen der Schwangerschaft bleibt Rosalie
nicht von der Morgenübelkeit verschont. Fast täglich wird sie viel zu früh wach
und verbringt den halben Morgen auf Toilette.
Trotzdem hat sie aber auch gefühlt immer Hunger und verputzt
Unmengen ihres neuen Lieblingsessens „Rührei mit Speck“.
Auch hinterlässt die Schwangerschaft Spuren bei ihr und so fit
wie sie am Anfang gedacht hat, wie sie ist, ist sie schon lange nicht mehr.
Alles wird immer beschwerlicher, sogar das Anziehen.
Immer öfter schafft sie es noch nicht mal den ganzen Tag wach
zu bleiben und muss sich spätestens gegen frühen Nachmittag ein bisschen
hinlegen.
Als sie eines Abends mal wieder früh ins Bett gehen will, macht
das Baby ihr da einen Strich durch die Rechnung.
„Ähm, Bruno ich glaub das Baby kommt. Mir ist gerade die
Fruchtblase geplatzt.“
Tja und wie das so ist mit den großen starken Männern, die sonst kein Wässerchen trüben kann, wenn ihre Frau in den Wehen liegt, geraten sie total in Panik und vergessen jeden Plan, den man sich vorher zurecht gelegt hat.
Tja und wie das so ist mit den großen starken Männern, die sonst kein Wässerchen trüben kann, wenn ihre Frau in den Wehen liegt, geraten sie total in Panik und vergessen jeden Plan, den man sich vorher zurecht gelegt hat.
Fortsetzung folgt…










































































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