Montag, 19. November 2018

Ostern bei den Krämers


Nachdem wir in der letzten Folge Penny bei ihren ersten Schritten begleitet haben, kehren wir heute für ein kurzes Intermezzo zu den restlichen Krämers zurück, denn Ostern steht vor der Tür.

Am Ostermorgen ist ausnahmsweise Svea mal die Erste, die wach wird und sie nutzt die Zeit, um das Haus fit zu machen, für den Besuch vom Rest der Familie, denn leider sammelt sich bei fünf Personen und einem Hund immer noch viel Dreck an:


[Am Anfang schonmal ein Zwischeneinwurf: Meine Fresse sieht die Svea gut aus für 60+:

  Wo sind denn bitte die ganzen Falten? Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen die war doch beim Chirurgen, aber ich weiß ja, dass das alles echt ist. So eine Haut möchte man haben. ^^]
Aber auch Liam hält es nicht lange in seinem Bett. Schließlich will er doch so schnell es geht nach draußen Eier suchen, bevor die besten weg sind. Doch eigentlich muss er gar raus zum Suchen, denn schon gleich nach dem Aufstehen findet er eines unter seinem Bett:


Für die Zubereitung des Festmahls ist dieses Jahr Rosalie zuständig und sie hat sich viel vorgenommen. Gleich ganz früh war sie noch beim örtlichen Fischhändler und hat sich den besten Fang des Tages geben lassen, den sie jetzt zu einem hoffentlich köstlichen Mahl verarbeitet:


Die Osteraufregung scheint auch auf Chips über zu springen. Allerdings sucht die keine Eier, sondern jagt wilde Eichhörnchen in den Büschen hinterm Haus. Zum Glück wurde sie bis jetzt noch nicht gebissen, können die Krämers zu Ostern auch nicht brauchen so einen kranken Hund:


Bevor doch noch ein Unglück passiert, ruft Bruno sie lieber rein und lenkt sie mit einer ordentlichen Verwöhnkur auf dem Sofa von ihrem Eichhörnchenjagdtrieb ab:

Während der Fisch im Ofen vor sich hin gart, bekommt Rosalie plötzlich eine Mail. Ist das vielleicht schon die langersehnte Nachricht, auf die sie schon seit Tagen wartet. Gespannt flitzt sie schnell ins Arbeitszimmer, um die Mail aufzurufen und sie in Ruhe lesen zu können. „Oh mein Gott, ich hab’s geschafft, endlich.“, freut sie sich:

Die Mail stammt nämlich vom Geschäftspartner ihres Vaters, der ihr mitteilt, dass er mit seinen Kollegen Rosalies Bewerbung gesichtet hat und sie gemeinsam zu dem Entschluss gekommen sind, dass Rosalie das Team um Hans Mampf hervorragend bereichern würde:



Aber auch Greg selber weiß noch gar nicht, dass eine kleine Rosalie bald mit ihm zusammenarbeitet. Der hat sich vor dem Festessen mit Bruno in den Keller verzogen, wo sie ihrem neuen gemeinsamen Hobby dem Yoga nachgehen:


Das ist nämlich der perfekte Sport für die beiden Fitnessfreaks, wo Greg doch eigentlich nicht mehr so doll kann wie früher. Aber den Sport möchte er trotzdem nicht aufgeben.


Auch Svea hat ein neues Hobby für sich entdeckt, obwohl eigentlich ist es ihr eher in den Schoss gefallen. Der Wunschbrunnen im Garten war wohl der Ansicht, dass ihr das Klavier spielen gut zu Gesicht stehen würde und hat ihr quasi die Musik direkt in die Finger gelegt:

 Um die neue Leidenschaft seiner Frau auch gebührend zu fördern, hat Greg sich natürlich nicht lumpen lassen und gleich einen Flügel für’s Wohnzimmer besorgt, auf dem sie regelmäßig Leben in die Bude bringt jetzt.
Aber dann ist der gemütliche Morgen der Hobbys auch mal vorbei und die Gäste stehen schon vor der Tür. Als erstes ist Penny da und begrüßt alle ganz ausgiebig:

 Sie würde es ja nie zugeben, aber so ein bisschen vermisst sie ihre Familie doch schon, wenn sie abends alleine vor dem Fernseher sitzt oder sich eine Portion Haferbrei zum Frühstück in der Mikrowelle warm macht, wenn sie mal wieder keine Lust hat für sich alleine zu kochen. Aber heute gibt es ja bei Mama und Papa mal wieder ein leckeres selbstgekochtes Essen und ein paar anregende Gespräche:


„Und Kleines wie läuft’s bei dir? Was macht die Arbeit?“, möchte Svea wissen:


„Alles prima. Ich glaub ich hab euch noch gar nicht erzählt, dass ich wieder befördert worden bin. Und meine Chefin hat mir sogar gesagt, dass wenn ich so weiter mache, ich es bis ganz nach oben schaffen kann. Ist das nicht der Wahnsinn.?“:



„Glückwunsch Penny. Dein Vater und ich wussten schon immer, dass du es mal weit bringen wirst. Gut, dass du dich damals als Kind von uns nicht hast beirren lassen am Computer und einfach drangeblieben bist. Da kann man mal sehen, dass man es sogar mit Computer spielen weit bringen kann.“, lacht Svea. „Und wie läuft es in der Liebe? Deine Schwester konnte leider nicht dicht halten und hat uns von deinem Freund erzählt. Ich glaube Elias heißt er oder nicht? Erzähl wie ist der denn so? Ich hoffe doch er behandelt dich gut. Wann lernen wir ihn denn mal kennen?“
Kurz wirft Penny ihrer Schwester einen leicht anklagenden Blick hinüber, aber die zuckt nur amüsiert mit den Schultern. „Ja, du hast Recht Elias heißt er. Ihr kennt ihn tatsächlich auch schon. Ich hatte ihn doch zu meiner Silvesterparty eingeladen, erinnerst du dich?“
„Ach der junge Mann ist das. Ja also der war ja ganz ordentlich.“, wirft Greg ein.
„Na und wie der ordentlich ist. Ich bin wirklich glücklich mit ihn. Er behandelt mich wirklich wie eine Königin, das ist mir manchmal schon fast unangenehm. Nein, aber im Ernst er ist wundervoll. Er ist total liebenswert und freundlich und sensibel. Ich kann mir keinen besseren Freund wünschen als ihn. Ich bin richtig verliebt. So habe ich noch nie für jemanden empfunden“:


„Oh da bin ich aber beruhigt. Bring ihn doch trotzdem das nächste Mal einfach mit, dann können wir uns nochmal ganz offizielle miteinander bekannt machen.“
Penny verspricht ihren Eltern genau das zu tun und während die Erwachsenen noch an ihrem Fisch rum kauen, meint Liam im Gewächshaus eine Bewegung ausgemacht zu haben. Und tatsächlich, als er durch die Glastür späht, glaubt er gar nicht, wen er da stehen sieht:


‚Das ist ja der Blumenhase persönlich!‘ Noch mit seinem Teller in der Hand stößt er die Tür auf und stellt sich gleich mal vor:


Für Liam ist das jetzt schon der beste Tag des Jahres bisher.
Aber auch die anderen beenden langsam das Essen und Penny wagt im Garten ihrer Eltern eine kleine Rutschparty auf der Gartenrutsche, schließlich fehlt ihr sowas noch bei sich zu Hause:

Zum Abend verabschieden sich dann alle Gäste aus dem Krämerhaus und Ken drückt seinen kleinen Cousin besonders lange:
‚Na der hat ja heute mal einen guten Tag‘, freut sich Ben über die gute Laune seines Sohnes. In letzter Zeit ist der nämlich eigentlich eher übel gelaunt, da muss man auch die kleinen Momente der Herzlichkeiten genießen.
Dummerweise endet der Tag dann aber doch nicht so harmonisch wie man vermuten könnte, denn als alle schließlich in ihren Betten liegen, hat Chips anscheinend draußen wieder ein Eichhörnchen gefunden. Und weil dieses Mal keiner da ist, der sie zurückrufen kann, jagt sie dem Tier weit bis über die Grundstücksgrenze nach und ist plötzlich ganz woanders und verschwunden:

Hoffentlich findet sie auch dieses Mal den Weg allein wieder zurück und lässt sich dabei nicht so viel Zeit.

Fortsetzung folgt…


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