Dienstag, 4. Dezember 2018

Die Krämers- Ein Geburtstag und Liam außer Rand und Band


Was bisher geschah: Rosalie hat nach einem traumatischen Kaiserschnitt ihr und Brunos erstes gemeinsames Kind auf die Welt gebracht. Die kleine Josie wird schnell zum Mittelpunkt und Sonnenschein der Familie. Nur für einen nicht. Liam lebt seine Teenagerjahre voll aus. Er nimmt keine Rücksicht auf andere, schleicht sich nachts raus und führt ein ziemlich aktives Liebesleben.

Nachdem Josie jetzt schon eine ganze Zeit die Krämers verzaubert, wird es Zeit, dass sie jetzt auch mal aus ihrer Wiege hüpft und das Haus unsicher macht. Mama Rosalie hat das Gefühl, dass die Zeit nur so dahin rennt, als sie sieht, wie ihr kleines Mädchen schon ihre ersten Schritte versucht.
Aber die Sache mit der Kleiderauswahl und der Frisur muss sie wohl doch selber in die Hand nehmen, denkt sie sich, als sie Josie durch die Luft wirbelt. 
Da hat der Bruno genauso wenig Ahnung von wie ihr Vater.
Schon ein paar Tage vor Josies Geburtstag haben Svea und Greg Liam dazu überredet, dass er nach oben ins Zimmer zieht und Josie seines bekommt. Allerdings nur unter viel Protest von Liams Seite.
„Oh man, wieso muss ich jetzt umziehen? Kann die nicht nach oben gehen. Das Zimmer ist viel kleiner als meines jetzt. Da passen doch meine Sachen alle gar nicht rein.“, hatte er gemault.
„Ach Liam, Josie muss doch in der Nähe von ihren Eltern sein. Stell dir vor sie hat nachts einen Alptraum und will zu ihrer Mama und fällt am Ende die Treppe runter. Das geht doch nicht. Deine Schwestern haben damals auch ihr Zimmer für dich geräumt.“
„Heißt ja nicht, dass ich das deswegen auch gleich machen muss.“, beleidigt hatte er die Arme verschränkt.
„Bitte Liam tu uns den Gefallen. Da oben hast du dein eigenes Reich. Da kann dich niemand stören.“, flehend hatte Svea ihren Jüngsten angesehen, bis dieser schließlich nachgegeben hatte.
„Na gut, aber dafür hab ich was gut bei euch.“ Und so konnten Bruno und Rosalie Josies Zimmer direkt neben ihrem einrichten
Und Liam ist nach ganz oben gezogen.

Bruno ist noch vernarrter in seinen kleinen Sonnenschein, seit sie schon größer geworden ist und lässt keine Gelegenheit aus, sie zum Lachen zu bringen. Denn wenn sie lacht, dann hellt sich für ihn der ganze Raum auf. Also macht er sich auch gerne mal zum Affen für seine Kleine.
Und Josie freut sich immer wie Bolle, wenn der Papa so komische Grimassen zieht oder so tut, als wäre er eine Ente oder ähnliches.
„Oh, hast du den Papa etwa ausgelacht. Also so geht das ja nicht. Komm mal her du kleiner Frechdachs.“
„Jetzt schüttelt Papa dich mal so richtig durch und treibt die alle Flausen aus.“
„Huch, na wo ist sie denn jetzt hin? Will sie sich etwa vor ihrer Standpauke drücken?“
Bruno könnte stundenlang so mit ihr herumalbern, aber manchmal ruft leider dann doch auch die Arbeit. Geheime Regierungsdatenbanken dursuchen sich leider nicht von alleine.
Aber Josie findet das gar nicht schlimm, denn dann kommt endlich Mama und löst den Papa ab. Und Josie liebt ihre Mama ganz doll.
Sogar, wenn die mit ihr nur blödes Töpfchentraining macht.
Gerade will Svea ein Buch aus dem Arbeitszimmer holen, um es Josie vorzulesen, da sieht sie, dass es Chips anscheinend gar nicht so gut geht.
„Bruno, Schatz, ich weiß du bist gerade am Arbeiten, aber kannst du gleich mal nach Chips gucken. Ich glaube die ist krank.“, ruft sie nach oben.
Sofort lässt dieser Arbeit, Arbeit sein (Datenbanken laufen ja nicht weg) und geht nach unten, um sich Chips anzugucken. „Ach herrje, mein Mädchen, was denn mit dir los? Mal wieder eine Prügelei mit einem Eichhörnchen gehabt, wie? Scheint so als hätte dieses Mal das gemeine Biest gewonnen.“
Ganz vorsichtig packt er Chips ins Auto und fährt gleich mit ihr zum Tierarzt. Da ist es allerdings ziemlich voll und die beiden müssen ne ganze Zeit warten, bis sie drankommen.
Bruno ist schon kurz davor wieder zu gehen und sich jemanden anderes zu suchen, als dann doch noch eine nicht wirklich motivierte junge Ärztin Chips ins Behandlungszimmer ruft.
‚Na hoffentlich untersucht sie besser, als ihre Laune ist, sonst kann dich sich mal warm anziehen.‘, denkt er sich, als er im Hintergrund beobachtet, wie sie Chips behandelt. Zum Glück scheint der erste Eindruck zu täuschen, denn sie hat ziemlich schnell herausgefunden, was Chips fehlt und verpasst ihr eine Spritze, mit der es ihr sofort wieder besser geht. So kann dann auch Chips zu Hause endlich mal den neuen Krämersprößling ausgiebig beschnuppern. 
Man muss ja als Hund auch wissen, wer da plötzlich neu im Rudel ist und ob der was zu sagen hat.

Schon ein paar Tage nach Josies Geburtstag steht schon Halloween vor der Tür. Wie es Tradition ist im Hause Krämer suchen sich natürlich alle eine aufwendige Verkleidung aus. Wobei Liam am liebsten diese Tradition ausgelassen hätte. In seinem Alter sich noch an Halloween verkleiden ist doch voll peinlich. Aber es hilft alles nichts, er bleibt davon nicht verschont. ‚Aber dann wenigstens ein Kostüm in dem mich keiner erkennt.‘, beschließt er und entscheidet sich für ein Ninja-Kostüm.
Auch Greg würde man an diesem Halloween nicht erkennen, wenn man nicht wüsste, dass er es ist, denn er geht als waschechter Ritter, mit allem, was dazu gehört.
Svea ist im Alter alles egal geworden. Soll sie doch albern aussehen. Doch wenn schon albern dann auch richtig, findet sie und zieht sich ein lustiges Clownskostüm über.
Bruno hat sich ganz besonders auf diesen Tag gefreut. Er hat noch nie so richtig Halloween gefeiert mit Verkleiden und allem, was dazu gehört. Er hat Stunden gebraucht, bis er sich für ein Kostüm entschieden hatte, doch das passt ihm, wie Rosalie meint, wie die Faust aufs Auge.
Sie selber hatte sich relativ schnell entschieden und geht als kleine, grüne Waldelfe. Mit allem, was dazu gehört und hat sich sogar extra dafür die Haare gefärbt.
Einträchtig nebeneinander schnitzen dann Rosalie und ihr Mann nach dem Frühstück bevor Josie aufwacht Gesichter in Kürbisse und stellen die dann vor dem Haus auf.
„Sag mal, Liam“, tastet sich sein Vater vorsichtig bei ihm ran. „Hast du nicht Lust eine kleine Halloweenparty zu schmeißen für deine Freunde? Deine Schwestern fanden das immer toll. Also wenn du möchtest, deine Mutter und ich hätten nichts dagegen.“
„Äh, ne Pa lass mal. Das doch voll peinlich. Wer macht denn in meinem Alter noch Kostümpartys? Muss ich echt nicht haben.“
„Aber wenn sonst nichts ansteht, würde ich gerne mit den Jungs ins Schwimmbad gehen.“
Greg ist ein wenig verwundert, dass sein Sohn die Gelegenheit einer Party ausschlägt, aber lässt ihn dann los.

Kurze Zeit später steht Liam mit seiner üblichen Jungstruppe in Windenburg vor dem Schwimmbad und ist sichtlich erleichtert, dass er das doofe Kostüm ausziehen konnte.
„Alter, guck dir mal das Video an. Welche von den Cheerleadermädels haben neulich eine Pyjamaparty veranstaltet und ein Video davon auf ihren Simstagramaccounts hochgeladen. Zieh dir mal rein, wie die da vor der Kamera rumhüpfen.“
Während sein Teamkollege Thorben ihm also das Video auf seinem Handy zeigt, hat Liam derweil schon seinen nächsten OnS ausgemacht beziehungsweise eine Kandidatin für ein kurzes Poolintermezzo.
„Kannst du schwimmen? Ich würde dich gerne mal ins Becken stoßen“, setzt er gerade wieder zu einem besonders einfältigem Anmachspruch an.
Doch bevor die Frau darauf antworten kann, wird ihre Aufmerksamkeit auf etwas anderes gelenkt. Denn auf der anderen Poolseite hat sich Ken gerade mit einem von Liams Footballkollegen in die Haare bekommen und wieder mal eine handfeste Schlägerei angefangen.
Die ist aber genauso schnell wieder vorbei, wie sie angefangen hat und Liam nutzt die allgemeine Aufregung, um sein Annäherungsmanöver erneut zu starten.
„Oh wow, hast du das gesehen? Ich hätte ja nie gedacht, dass ich sowas mal in echt erlebe.“, geistesabwesend setzt sich die Frau neben Liam an den Poolrand.
„Ach das war doch nur eine kleine Rauferei unter Freunden.“, gibt Liam zurück. „Aber wenn mir sowas passieren würde oder dir, dann könnte ich dich locker verteidigen.“, zwinkert er ihr zu, steht auf und zeigt seine Muskeln.
Sofort hat sein Opfer angebissen und ist ganz hin und weg von dem Leckerbissen vor ihrer Nase. „Ich kann damit übrigens auch noch ganz andere Sachen anstellen, als zu verteidigen“, geht Liam gleich in die Vollen.
Es dauert nicht lange und er hat seine neue Eroberung nach unten in die Umkleiden gelockt und in den nächstbesten Schrank, der dort wie bestellt herumsteht.
Nach einem kurzen, aber intensivem Intermezzo macht sich Liam zufrieden auf den Weg zurück nach oben zu seinen Freunden. Dabei hat er aber noch eine seltsame Begegnung.
‚Also die Kids heutzutage sind schon echt strange.‘

Zu Hause beim Rest der Familie verläuft Halloween so ohne Party ziemlich ruhig. Früh am Abend steckt Bruno Josie in die Wanne.

Da sie morgen viel vorhaben, will er sie auch extra früh ins Bett stecken und versucht sie mit einer Gute Nacht Geschichte einzuschläfern.
Aber Josie ist da anderer Meinung, sie will jetzt noch nicht schlafen.
Irgendwann hat er sie dann aber doch soweit und Josie ist eingeschlafen und sie ist sie richtig ausgeschlafen, als sie alle zusammen mit Penny, Elias und Emilia den neuen Indoorspielplatz unsicher machen, um Josies Geburtstag ordentlich nachzufeiern.
Nur Greg konnte leider nicht mitkommen, er muss noch ein paar Sachen auf der Arbeit regeln, denn er hat beschlossen sich bald zur Ruhe zu setzen. Aber das geht nicht einfach so von heute auf morgen. Doch die anderen sieben sind nicht unbeeindruckt von dem von außen klein wirkendem Gebäude. Denn innen hat der Spielplatz einiges zu bieten.
Auch für die Großen hat der Spielplatz einige Beschäftigungsmöglichkeiten. Bruno und Elias haben sich gleich den Schachtisch geschnappt und wagen ein Spiel, währen die Mädchen beschäftigt sind.
Zur selben Zeit freuen sich die Krämerfrauen, dass sie mal wieder Zeit haben sich untereinander auszutauschen und über alles zu reden, wo sie sonst nie die Zeit zu haben, weil immer ein quengelndes Kind dazwischenkommt.
Josie hat sich gleich aufgemacht zu dem großen Spielturm und startet ein Piratenabenteuer.
Währenddessen springt Emilia fröhlich quiekend in das Bällebad und würde da am liebsten den ganzen Tag da drinnen verbringen.
Josie ist weiter gezogen zur Rutsche und übt schon mal fleißig das Klettern.
Nur ein kleiner Zwischenfall hat den sonst so ruhigen und fröhlichen Nachmittag getrübt. Als die Kinder friedlich gespielt haben und die Erwachsenen sich unterhalten haben, hat sich heimlich ein unheimlicher Mann in die Halle geschlichen und an den Bausteinetisch gestellt. 
Wäre er nicht von alleine ziemlich schnell wieder gegangen, hätte Bruno schon dafür gesorgt, denn der kam ihm schon sehr verdächtig vor, aber es ist ja noch einmal alles gut gegangen. Der Mann hat wohl gespürt, dass er da unerwünscht ist und mit Argusaugen beobachtet wird.


Während sich also der Großteil der Familie im Indoorspielplatz vergnügt, zieht Liam es vor diesen Familienausflug auszulassen. Ein Nachmittag auf dem Spielplatz hört sich nun wirklich nicht so an, als wenn das was für ihn wäre. Da bleibt er doch lieber zu Hause. So kann man auch viel besser ungestört am PC zocken.
Schnell wird Liam aber auch das langweilig. Während es so durchs Haus stromert, überlegt er, was er so allein anstellen kann. Wobei warum eigentlich alleine, denkt er sich. Es ist ja keiner da und niemand hat ihm verboten Besuch einzuladen. Fieberhaft durchsucht er sein Handy nach irgendeiner Simfrau, die er mal eben zu sich einladen kann. Dummerweise hat er in der letzten Zeit keine neuen Bekanntschaften gemacht, aber eigentlich schläft er nie zweimal mit derselben Frau, nicht, dass die am Ende mehr wollen von ihm. Nach langem hin und her entscheidet er sich dann doch dazu der Frau vom Strand eine Nachricht zu schicken, die er damals an seinem Geburtstag beim Joggen getroffen hat. Ist ja schon ewig her, dass er die zum letzten Mal getroffen hat. Und wie kann man eine Einladung zu unverbindlichem Sex besser rüberbringen, als mit einem eindeutigen Bild.
Schon kurze Zeit später steht, wie auch immer sie heißt, dann schon bei Liam vor der Tür.
„Mensch, ich habe mich richtig gefreut, dass du dich gemeldet hast. Ich hab ja ewig nichts von dir gehört. Dachte schon du hast mich vergessen.“
„Ach was ich doch nicht. Ich war nur mit anderen Dingen beschäftigt. Aber jetzt hab ich mich ja wieder an die erinnert.“
Liam geht gleich wieder in die Offensive. „Übrigens hab ich das Haus heute für mich. Alle Verwandten ausgeflogen. Und ich weiß, dass da im Keller ein unheimlich einladender Whirlpool rumsteht. Den können wir zwei uns ja mal ansehen.“, säuselt er ihr ins Ohr.
Keine 30 Sekunden später sitzen die beiden dann auch schon nackt im Pool. „Wow, also das letzte Mal hab ich ja nicht so viel vom Haus gesehen außer deinem Zimmer, aber dein Keller ist ja auch der Wahnsinn.“
„Weißt du ich hab noch ganz andere wahnsinnige Dinge zu bieten, wenn du weißt, was ich meine.“
Wie immer fackelt Liam nicht lange, schließlich sind sie nicht zum plaudern im Whirlpool, sondern für ganz andere Dinge und die nimmt er jetzt mal in Angriff.
Womit er allerdings nicht gerechnet hat, ist, dass seine Familie doch früher als erwartet von ihrem Ausflug wieder zu Hause ist. 
So richtig mitbekommen, tut er das aber nicht. Auch nicht, als seine Mutter ihn im ganzen Haus sucht und dann, als sie ihn nirgendwo anders findet, die Kellertreppe runterkommt.
Er ist so in seiner eigenen Welt, dass er seine Mutter noch nicht einmal bemerkt, als sie direkt auf ihn zu kommt.
Svea allerdings sieht sehr wohl, was ihr Sohn da anstellt und ist nicht wirklich begeistert davon.
„Sofort raus aus meinem Whirlpool!“, brüllt sie. „Und zieht euch gefälligst was an.“
Bevor sie sich allerdings ihren Sohn vorknöpft, muss sie erstmal die unbekannte Simfrau höflich, aber bestimmt aus ihrem Haus bugsieren.
Liam scheint unterdessen den Ernst der Lage noch nicht erkannt zu haben. Er hat ja nichts Falsches getan in seinen Augen. Also verabschiedet er seine Bekanntschaft wie jede andere auch.
Als diese schließlich verschwunden ist, dreht Svea sich wieder zu ihrem Sohn um. „Sag mal, was war das bitte gerade? Wie alt war denn die Dame? Und macht ihr das schon länger? Weiß sie wie alt du bist? Weißt du eigentlich was du da machst?“ Svea weiß gar nicht, was sie sagen soll? Das hat sie noch nie erlebt.
„Oh Mama, echt mal, was soll die ganze Fragerei. Ich bin doch kein Baby mehr. Musst du doch mit rechnen, dass ich früher oder später halt mal Sex habe.“
„Aber doch nicht in meinem Whirlpool und das auch noch heimlich, wenn wir nicht da sind. Und nochmal wie alt war die Frau? Wo hast du die überhaupt kennen gelernt?“
„Keine Ahnung, wie alt die ist. Wen juckt das auch schon? Wir haben doch nur Spaß, das war’s.“
„Nur Spaß? Ich glaube du hast keine Ahnung, was du da machst. Dir ist schon klar, was da alles passieren kann? Gerade im Whirlpool. Verhütet sie? Verhütest du?“
„Boah, schon wieder so viele Fragen? Keine Ahnung, ob sie die Pille nimmt oder so? Macht ihr das nicht alle? Ich meine, sonst würden die ja nicht einfach so mit mir ins Bett steigen, oder?“
„Wie jetzt die? Ist das etwa nicht deine Freundin? Wie viele Frauen hast du denn?“
„Die? Meine Freundin? Ne, bestimmt nicht.“, Liam schüttelt belustigt den Kopf. „Ich bin nicht der Typ für ne Freundin. Ich hab einfach nur gerne Spaß, das ist alles. Aber keine Sorgen, das wissen die alle vorher. Ich bin da offen.“
„Oh mein Gott, was ist denn mit dir passiert? Ich will gar nicht glauben, was ich da höre.“, Svea ist fassungslos, was aus ihrem kleinen süßen, braven Nesthäkchen geworden ist.
„Ach Mama bitte, jetzt tu doch nicht so prüde. Schließlich herrscht bei dir und Papa ja auch keine Flaute im Bett. Da darf ich das ja wohl auch.“
„Also jetzt reicht es junger Mann. Erstens, was dein Vater und ich machen, geht dich gar nichts an. Zweitens ist das sowieso was ganz anderes und drittens hast du Hausarrest, bis ich mit deinem Vater über dein Verhalten gesprochen habe. Geh in dein Zimmer.“
Liam ist verwirrt. Meint seine Mutter das jetzt ernst?
Aber als sie ihn weiterhin ernst und unnachgiebig anguckt, als er sich nicht vom Fleck bewegt, muss er dann doch einsehen, dass das kein Scherz war. Missmutig macht er sich also auf den Weg in sein Zimmer und Svea sich auf die Suche nach Greg. Sie findet ihn auch gar nicht so weit weg in der Küche und Greg merkt gleich, dass was nicht stimmt, als seine Frau so aufgebracht in die Küche stürmt.
„Greg, Schatz, du glaubst nicht, wobei ich Liam gerade im Keller erwischt habe…“. In der Kurzfassung erzählt Svea ihm von dem Gespräch, das sie gerade mit ihrem Sohn geführt hat und wie schockiert sie ist, was für ein Macho aus ihm geworden ist.
Greg kann es gar nicht glauben. Spricht Svea da wirklich von ihrem Liam? War er wirklich so beschäftigt mit allem anderen, dass er gar nicht gemerkt hat, in was für eine Richtung sich sein Teenagersohn entwickelt?
„Weißt du und wäre das alles nicht schon schlimm genug, redet er mit mir, wie mit einer 15-Jährigen und nicht, wie mit einer Mutter. Ich habe das Gefühl er hat gar keinen Respekt mehr vor mir und vor allem, ist das für ihn alles nur ein großer Spaß habe ich das Gefühl. Der hat nicht einmal über mögliche Konsequenzen nachgedacht.“
„Also mag ja sein, dass wir vielleicht immer ein bisschen zu nachsichtig mit ihm waren und uns seit er ein Teenager ist, nicht genug mit ihm beschäftigt haben, aber wir sind immer noch seine Eltern und er kann nicht einfach so tun, als hätten wir in seinem Leben nichts mehr zu suchen. Soweit kommt das noch.“
„Ich hab grad einfach nur Angst, dass er uns völlig entgleitet und das alles schon zu spät ist. Das darf nicht passieren. Kannst du nicht vielleicht mal mit ihm reden? Vielleicht hört er ja mehr auf seinen Vater, als auf mich.“
Natürlich macht Greg sich gleich auf mal ein ernstes Wort mit seinem Sohn zu reden. Es schmerzt ihn Svea so leiden zu sehen und will die Sache so schnell es geht aus der Welt schaffen.
Liam sitzt oben in seinem Zimmer und weiß immer noch nicht so recht, was er denn jetzt falsch gemacht hat. Genüsslich mampft er seinen Salat, den er oben noch im Vorbeigehen aus der Küche mitgenommen hat.
Plötzlich steht sein Vater vor ihm. „Liam ich glaube wir müssen uns mal unterhalten.“
„Boah, willst du mir jetzt auch noch ne Standpauke halten? Kannst du gleich sein lassen, das hat Mama schon erledigt, ich bin bedient.“
„Also jetzt hör mal zu junger Mann. Zuerst einmal sind wir immer noch deine Eltern und wenn wir finden es ist Zeit für eine Standpauke, dann wird das schon gerechtfertigt sein. Und mir gefällt dein Ton nicht, in dem du mit uns redest. Das hier ist unser Haus und auch wenn wir dir viele Freiheiten lassen, gibt es doch gewissen Regeln, an die auch du dich zu halten hast.“
Greg atmet einmal tief durch und versucht seien Puls wieder in normale Bahnen zu lenken, bevor er sich neben seien Sohn setzt.
„Hör mal Liam. Du kannst nicht einfach hier heimlich tausende Frauen ein uns ausschleusen. So geht das nicht. Mal ganz davon abgesehen, dass das nicht die feine englische Art ist, nur einmal mit den Frauen zu schlafen und sich dann nie wieder zu melden. Also so haben wir dich bestimmt nicht erzogen. Wo ist denn dein Respekt für dein Gegenüber geblieben? So kann man doch nicht mit Menschen umgehen.“
„Jetzt fängst du auch noch so an. Das war vielleicht damals bei dir so, aber heute sind die Zeiten ganz anders. Die Welt ändert sich Papa, das ist doch normal heute, was ich mache.“
„Weißt du eigentlich solltet ihr doch froh sein, dass ich die Frauen nicht auch noch hinters Licht führe und sie mit falschen Versprechungen in mein Bett locke. Die wissen immer, bei was sie an mir sind.“
„Alles schön und gut, aber dann glaube ich immer noch nicht, dass du auch nur weiter als bis zu deinem Bett gedacht hast. Wie kannst du behaupten, dass Verhütung nur Frauensache ist? Ich dachte du willst modern sein? Da muss sich dann doch auch der Mann mit drum kümmern. Du kannst doch nicht einfach die Verantwortung mit deiner Unterwäsche an der Tür abgeben? Weißt du eigentlich, was beim Sex ohne Kondom alles passieren kann? Und ich rede nicht nur von Schwangerschaften, sondern auch von Krankheiten.“
„Boah, Papa, hör auf. Über sowas will ich mit dir gar nicht sprechen.“
„Eigentlich hab ich eh das Gefühl, dass es keinen Sinn macht mit dir oder Mama darüber zu sprechen. Ihr versteht mich einfach nicht und ihr wollt mich auch nicht verstehen. Das macht doch alles keinen Sinn.“, Liam steht einfach auf und geht in sein Bad seine Schüssel abwaschen und lässt seinen Vater einfach sitzen.
Als Liam nicht wiederkommt, beschließt Greg es für heute auf sich beruhen zu lassen, aber trotzdem muss er sich erstmal beruhigen, bevor er zurück zu Svea geht und macht einen Sparziergang. Ewig kann er sich aber nicht vor seiner Frau drücken und kommt schon 10 Minuten später wieder zurück.
„Und wie ist es gelaufen?“, will Svea wissen. „Hattest du mehr Erfolg bei ihm, wie ich?“
„Nein, leider nicht. Ich weiß einfach nicht, was mit ihm los ist. Er will mir gar nicht zuhören. Alles, was ich ihm sage, scheint ihn nicht zu interessieren.“
„Ich hab wirklich versucht ruhig und sachlich mit ihm zu reden, aber er wollte es einfach nicht hören. Er hat in seinen Augen nichts falsch gemacht. Was haben wir nur falsch gemacht? Irgendwo ist irgendwann was ganz furchtbar schief gelaufen bei ihm fürchte ich und jetzt weiß ich nicht, wie wir das retten sollen.“
Betreten sitzen Svea und Greg noch eine Weile schweigend auf dem Bett und sind zum ersten Mal in ihrem Leben und in ihrer Rolle als Eltern ratlos, wie es weiter gehen soll.

Fortsetzung folgt…

4 Kommentare:

  1. Gibt's schon Spoilerbilder von Josie? Momentan ist die ja zuckersüß und hat zu meinem blanken Erstaunen tatsächlich Brunos Blond geerbt Oo

    Uiuiui, der Liam gibt ja ganz schön Gas mit den Mädels :D Is natürlich schon ganz schön verantwortungslos gerade so in Punkto Verhütung, aber ich glaub ja nicht, dass Svea und Greg da jetzt wirklich "schuld" dran sind, dass es der Liam so bunt treibt ;)

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    1. Ja, gibt ein Spoilerbild. Aber nur als Teen. Warum auch immer. Aber ich hab nur eins von ihr als Teen. Ich mach das mal wieder so mit dem Album. Ich glaub Bilder kann man in Kommentaren nicht einfügen. https://share-your-photo.com/6b3960b3a8
      Auf alle Fälle diesmal kein Rosalie Klon. Aber ist ja erst das erste Kind, wer weiß, was da noch kommt. Ich Dussel wollte ja auch eigentlich Zwillinge haben und hau im Haus als Grundtsücksmerkmal extra "fruchtiger Boden" rein und dann geh ich mit denen ins KH. Man bin ich doof. Na ja, aber das nächste Kind (oder hoffentlich Kinder) kommen dann ja zu Hause auf die Welt, da werden es dann ja vielleicht Zwillinge. ^^

      Ja, aber so als Eltern fragt man sich ja erstmal, was man falsch gemacht hat, auch wenn's nicht deren schuld ist. ^^ Aber so lange treibt es der Liam nicht mehr so bunt. In der nächsten Folge nimmt der Bruno ihn sich mal zur Brust ;)

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    2. O nein, da war das mit dem Krankenhaus ja echt nicht die beste Idee ;)

      Also die Nase kommt voll von Rosalies Seite, würd ich mal sagen, und die Rehaugen auch. Da wird der Bruno sich mal schwer tun mit dem Nein-Sagen ;)

      Na, hoffentlich mal richtig. So'n Kurs "Wie gehe ich respektvoll mit Frauen um" könnt da nicht schaden, und wer wäre da besser geeignet als Bruno.

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    3. Ne, definitiv nicht, aber das ist mir erst aufgefallen, als die Rosalie schon auf dem Tisch lag ><.
      Egal, nächstes Mal halt.

      Also die Rehaugen kommen ja von Svea und Greg (Svea die Form und Greg die Farbe) und die hatten sich ja bei allen drei Kindern durchgesetzt. ^^ Schon lustig. Erst waren es die roten Haare, jetzt die braunen Augen. Mal gucken, wie lange.

      Und vor allem erklärt der Bruno ihm mal, wie man nett zu seinen Eltern ist, wo er doch so tolle hat der Liam. ^^

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