Was bisher geschah: Rosalie hat nach einem traumatischen
Kaiserschnitt ihr und Brunos erstes gemeinsames Kind auf die Welt gebracht. Die
kleine Josie wird schnell zum Mittelpunkt und Sonnenschein der Familie. Nur für
einen nicht. Liam lebt seine Teenagerjahre voll aus. Er nimmt keine Rücksicht
auf andere, schleicht sich nachts raus und führt ein ziemlich aktives
Liebesleben.
Nachdem Josie jetzt schon eine ganze Zeit die Krämers
verzaubert, wird es Zeit, dass sie jetzt auch mal aus ihrer Wiege hüpft und das
Haus unsicher macht. Mama Rosalie hat das Gefühl, dass die Zeit nur so dahin
rennt, als sie sieht, wie ihr kleines Mädchen schon ihre ersten Schritte
versucht.
Aber die Sache mit der Kleiderauswahl und der Frisur muss
sie wohl doch selber in die Hand nehmen, denkt sie sich, als sie Josie durch
die Luft wirbelt.
Da hat der Bruno genauso wenig Ahnung von wie ihr Vater.
Schon ein paar Tage vor Josies Geburtstag haben Svea und
Greg Liam dazu überredet, dass er nach oben ins Zimmer zieht und Josie seines bekommt.
Allerdings nur unter viel Protest von Liams Seite.
„Oh man, wieso muss ich jetzt umziehen? Kann die nicht nach
oben gehen. Das Zimmer ist viel kleiner als meines jetzt. Da passen doch meine
Sachen alle gar nicht rein.“, hatte er gemault.
„Ach Liam, Josie muss doch in der Nähe von ihren Eltern
sein. Stell dir vor sie hat nachts einen Alptraum und will zu ihrer Mama und
fällt am Ende die Treppe runter. Das geht doch nicht. Deine Schwestern haben
damals auch ihr Zimmer für dich geräumt.“
„Heißt ja nicht, dass ich das deswegen auch gleich machen
muss.“, beleidigt hatte er die Arme verschränkt.
„Bitte Liam tu uns den Gefallen. Da oben hast du dein
eigenes Reich. Da kann dich niemand stören.“, flehend hatte Svea ihren Jüngsten
angesehen, bis dieser schließlich nachgegeben hatte.
„Na gut, aber dafür hab ich was gut bei euch.“ Und so
konnten Bruno und Rosalie Josies Zimmer direkt neben ihrem einrichten
Und Liam ist nach ganz oben gezogen.
Bruno ist noch vernarrter in seinen kleinen Sonnenschein,
seit sie schon größer geworden ist und lässt keine Gelegenheit aus, sie zum
Lachen zu bringen. Denn wenn sie lacht, dann hellt sich für ihn der ganze Raum
auf. Also macht er sich auch gerne mal zum Affen für seine Kleine.
Und Josie freut sich immer wie Bolle, wenn der Papa so
komische Grimassen zieht oder so tut, als wäre er eine Ente oder ähnliches.
„Oh, hast du den Papa etwa ausgelacht. Also so geht das ja
nicht. Komm mal her du kleiner Frechdachs.“
„Jetzt schüttelt Papa dich mal so richtig durch und treibt
die alle Flausen aus.“
„Huch, na wo ist sie denn jetzt hin? Will sie sich etwa vor
ihrer Standpauke drücken?“
Bruno könnte stundenlang so mit ihr herumalbern, aber
manchmal ruft leider dann doch auch die Arbeit. Geheime Regierungsdatenbanken
dursuchen sich leider nicht von alleine.
Aber Josie findet das gar nicht schlimm, denn dann kommt
endlich Mama und löst den Papa ab. Und Josie liebt ihre Mama ganz doll.
Sogar, wenn die mit ihr nur blödes Töpfchentraining macht.
Gerade will Svea ein Buch aus dem Arbeitszimmer holen, um es
Josie vorzulesen, da sieht sie, dass es Chips anscheinend gar nicht so gut
geht.
„Bruno, Schatz, ich weiß du bist gerade am Arbeiten, aber
kannst du gleich mal nach Chips gucken. Ich glaube die ist krank.“, ruft sie
nach oben.
Sofort lässt dieser Arbeit, Arbeit sein (Datenbanken laufen
ja nicht weg) und geht nach unten, um sich Chips anzugucken. „Ach herrje, mein
Mädchen, was denn mit dir los? Mal wieder eine Prügelei mit einem Eichhörnchen
gehabt, wie? Scheint so als hätte dieses Mal das gemeine Biest gewonnen.“
Ganz vorsichtig packt er Chips ins Auto und fährt gleich mit
ihr zum Tierarzt. Da ist es allerdings ziemlich voll und die beiden müssen ne
ganze Zeit warten, bis sie drankommen.
Bruno ist schon kurz davor wieder zu gehen und sich jemanden
anderes zu suchen, als dann doch noch eine nicht wirklich motivierte junge
Ärztin Chips ins Behandlungszimmer ruft.
‚Na hoffentlich untersucht sie besser, als ihre Laune ist,
sonst kann dich sich mal warm anziehen.‘, denkt er sich, als er im Hintergrund
beobachtet, wie sie Chips behandelt. Zum Glück scheint der erste Eindruck zu
täuschen, denn sie hat ziemlich schnell herausgefunden, was Chips fehlt und
verpasst ihr eine Spritze, mit der es ihr sofort wieder besser geht. So kann
dann auch Chips zu Hause endlich mal den neuen Krämersprößling ausgiebig
beschnuppern.
Man muss ja als Hund auch wissen, wer da plötzlich neu im
Rudel ist und ob der was zu sagen hat.
Schon ein paar Tage nach Josies Geburtstag steht schon
Halloween vor der Tür. Wie es Tradition ist im Hause Krämer suchen sich
natürlich alle eine aufwendige Verkleidung aus. Wobei Liam am liebsten diese
Tradition ausgelassen hätte. In seinem Alter sich noch an Halloween verkleiden
ist doch voll peinlich. Aber es hilft alles nichts, er bleibt davon nicht
verschont. ‚Aber dann wenigstens ein Kostüm in dem mich keiner erkennt.‘,
beschließt er und entscheidet sich für ein Ninja-Kostüm.
Auch Greg würde man an diesem Halloween nicht erkennen, wenn
man nicht wüsste, dass er es ist, denn er geht als waschechter Ritter, mit
allem, was dazu gehört.
Svea ist im Alter alles egal geworden. Soll sie doch albern
aussehen. Doch wenn schon albern dann auch richtig, findet sie und zieht sich
ein lustiges Clownskostüm über.
Bruno hat sich ganz besonders auf diesen Tag gefreut. Er hat
noch nie so richtig Halloween gefeiert mit Verkleiden und allem, was dazu
gehört. Er hat Stunden gebraucht, bis er sich für ein Kostüm entschieden hatte,
doch das passt ihm, wie Rosalie meint, wie die Faust aufs Auge.
Sie selber hatte sich relativ schnell entschieden und geht
als kleine, grüne Waldelfe. Mit allem, was dazu gehört und hat sich sogar extra
dafür die Haare gefärbt.
Einträchtig nebeneinander schnitzen dann Rosalie und ihr
Mann nach dem Frühstück bevor Josie aufwacht Gesichter in Kürbisse und stellen
die dann vor dem Haus auf.
„Sag mal, Liam“, tastet sich sein Vater vorsichtig bei ihm
ran. „Hast du nicht Lust eine kleine Halloweenparty zu schmeißen für deine
Freunde? Deine Schwestern fanden das immer toll. Also wenn du möchtest, deine
Mutter und ich hätten nichts dagegen.“
„Äh, ne Pa lass mal. Das doch voll peinlich. Wer macht denn
in meinem Alter noch Kostümpartys? Muss ich echt nicht haben.“
„Aber wenn sonst nichts ansteht, würde ich gerne mit den
Jungs ins Schwimmbad gehen.“
Greg ist ein wenig verwundert, dass sein Sohn die
Gelegenheit einer Party ausschlägt, aber lässt ihn dann los.
Kurze Zeit später steht Liam mit seiner üblichen Jungstruppe
in Windenburg vor dem Schwimmbad und ist sichtlich erleichtert, dass er das
doofe Kostüm ausziehen konnte.
„Alter, guck dir mal das Video an. Welche von den
Cheerleadermädels haben neulich eine Pyjamaparty veranstaltet und ein Video
davon auf ihren Simstagramaccounts hochgeladen. Zieh dir mal rein, wie die da
vor der Kamera rumhüpfen.“
Während sein Teamkollege Thorben ihm also das Video auf
seinem Handy zeigt, hat Liam derweil schon seinen nächsten OnS ausgemacht
beziehungsweise eine Kandidatin für ein kurzes Poolintermezzo.
„Kannst du schwimmen? Ich würde dich gerne mal ins Becken
stoßen“, setzt er gerade wieder zu einem besonders einfältigem Anmachspruch an.
Doch bevor die Frau darauf antworten kann, wird ihre
Aufmerksamkeit auf etwas anderes gelenkt. Denn auf der anderen Poolseite hat
sich Ken gerade mit einem von Liams Footballkollegen in die Haare bekommen und
wieder mal eine handfeste Schlägerei angefangen.
Die ist aber genauso schnell wieder vorbei, wie sie
angefangen hat und Liam nutzt die allgemeine Aufregung, um sein
Annäherungsmanöver erneut zu starten.
„Oh wow, hast du das gesehen? Ich hätte ja nie gedacht, dass
ich sowas mal in echt erlebe.“, geistesabwesend setzt sich die Frau neben Liam
an den Poolrand.
„Ach das war doch nur eine kleine Rauferei unter Freunden.“,
gibt Liam zurück. „Aber wenn mir sowas passieren würde oder dir, dann könnte
ich dich locker verteidigen.“, zwinkert er ihr zu, steht auf und zeigt seine
Muskeln.
Sofort hat sein Opfer angebissen und ist ganz hin und weg
von dem Leckerbissen vor ihrer Nase. „Ich kann damit übrigens auch noch ganz
andere Sachen anstellen, als zu verteidigen“, geht Liam gleich in die Vollen.
Es dauert nicht lange und er hat seine neue Eroberung nach
unten in die Umkleiden gelockt und in den nächstbesten Schrank, der dort wie
bestellt herumsteht.
Nach einem kurzen, aber intensivem Intermezzo macht sich
Liam zufrieden auf den Weg zurück nach oben zu seinen Freunden. Dabei hat er
aber noch eine seltsame Begegnung.
‚Also die Kids heutzutage sind schon echt strange.‘
Zu Hause beim Rest der Familie verläuft Halloween so ohne
Party ziemlich ruhig. Früh am Abend steckt Bruno Josie in die Wanne.
Da sie morgen viel vorhaben, will er sie auch extra früh ins
Bett stecken und versucht sie mit einer Gute Nacht Geschichte einzuschläfern.
Aber Josie ist da anderer Meinung, sie will jetzt noch nicht
schlafen.
Irgendwann hat er sie dann aber doch soweit und Josie ist
eingeschlafen und sie ist sie richtig ausgeschlafen, als sie alle zusammen mit
Penny, Elias und Emilia den neuen Indoorspielplatz unsicher machen, um Josies
Geburtstag ordentlich nachzufeiern.
Nur Greg konnte leider nicht mitkommen, er muss noch ein
paar Sachen auf der Arbeit regeln, denn er hat beschlossen sich bald zur Ruhe zu
setzen. Aber das geht nicht einfach so von heute auf morgen. Doch die anderen
sieben sind nicht unbeeindruckt von dem von außen klein wirkendem Gebäude. Denn
innen hat der Spielplatz einiges zu bieten.
Auch für die Großen hat der Spielplatz einige Beschäftigungsmöglichkeiten.
Bruno und Elias haben sich gleich den Schachtisch geschnappt und wagen ein
Spiel, währen die Mädchen beschäftigt sind.
Zur selben Zeit freuen sich die Krämerfrauen, dass sie mal
wieder Zeit haben sich untereinander auszutauschen und über alles zu reden, wo
sie sonst nie die Zeit zu haben, weil immer ein quengelndes Kind
dazwischenkommt.
Josie hat sich gleich aufgemacht zu dem großen Spielturm und
startet ein Piratenabenteuer.
Währenddessen springt Emilia fröhlich quiekend in das
Bällebad und würde da am liebsten den ganzen Tag da drinnen verbringen.
Josie ist weiter gezogen zur Rutsche und übt schon mal fleißig
das Klettern.
Nur ein kleiner Zwischenfall hat den sonst so ruhigen und fröhlichen
Nachmittag getrübt. Als die Kinder friedlich gespielt haben und die Erwachsenen
sich unterhalten haben, hat sich heimlich ein unheimlicher Mann in die Halle
geschlichen und an den Bausteinetisch gestellt.
Wäre er nicht von alleine
ziemlich schnell wieder gegangen, hätte Bruno schon dafür gesorgt, denn der kam
ihm schon sehr verdächtig vor, aber es ist ja noch einmal alles gut gegangen. Der Mann hat wohl gespürt, dass er da unerwünscht ist und mit Argusaugen beobachtet wird.
Während sich also der Großteil der Familie im Indoorspielplatz
vergnügt, zieht Liam es vor diesen Familienausflug auszulassen. Ein Nachmittag
auf dem Spielplatz hört sich nun wirklich nicht so an, als wenn das was für ihn
wäre. Da bleibt er doch lieber zu Hause. So kann man auch viel besser ungestört
am PC zocken.
Schnell wird Liam aber auch das langweilig. Während es so
durchs Haus stromert, überlegt er, was er so allein anstellen kann. Wobei warum
eigentlich alleine, denkt er sich. Es ist ja keiner da und niemand hat ihm
verboten Besuch einzuladen. Fieberhaft durchsucht er sein Handy nach
irgendeiner Simfrau, die er mal eben zu sich einladen kann. Dummerweise hat er
in der letzten Zeit keine neuen Bekanntschaften gemacht, aber eigentlich
schläft er nie zweimal mit derselben Frau, nicht, dass die am Ende mehr wollen
von ihm. Nach langem hin und her entscheidet er sich dann doch dazu der Frau
vom Strand eine Nachricht zu schicken, die er damals an seinem Geburtstag beim
Joggen getroffen hat. Ist ja schon ewig her, dass er die zum letzten Mal getroffen
hat. Und wie kann man eine Einladung zu unverbindlichem Sex besser rüberbringen,
als mit einem eindeutigen Bild.
Schon kurze Zeit später steht, wie auch immer sie heißt,
dann schon bei Liam vor der Tür.
„Mensch, ich habe mich richtig gefreut, dass du dich gemeldet
hast. Ich hab ja ewig nichts von dir gehört. Dachte schon du hast mich
vergessen.“
„Ach was ich doch nicht. Ich war nur mit anderen Dingen
beschäftigt. Aber jetzt hab ich mich ja wieder an die erinnert.“
Liam geht gleich wieder in die Offensive. „Übrigens hab ich
das Haus heute für mich. Alle Verwandten ausgeflogen. Und ich weiß, dass da im
Keller ein unheimlich einladender Whirlpool rumsteht. Den können wir zwei uns ja
mal ansehen.“, säuselt er ihr ins Ohr.
Keine 30 Sekunden später sitzen die beiden dann auch schon
nackt im Pool. „Wow, also das letzte Mal hab ich ja nicht so viel vom Haus
gesehen außer deinem Zimmer, aber dein Keller ist ja auch der Wahnsinn.“
„Weißt du ich hab noch ganz andere wahnsinnige Dinge zu
bieten, wenn du weißt, was ich meine.“
Wie immer fackelt Liam nicht lange, schließlich sind sie
nicht zum plaudern im Whirlpool, sondern für ganz andere Dinge und die nimmt er
jetzt mal in Angriff.
Womit er allerdings nicht gerechnet hat, ist, dass seine
Familie doch früher als erwartet von ihrem Ausflug wieder zu Hause ist.
So
richtig mitbekommen, tut er das aber nicht. Auch nicht, als seine Mutter ihn im
ganzen Haus sucht und dann, als sie ihn nirgendwo anders findet, die
Kellertreppe runterkommt.
Er ist so in seiner eigenen Welt, dass er seine Mutter noch
nicht einmal bemerkt, als sie direkt auf ihn zu kommt.
Svea allerdings sieht sehr wohl, was ihr Sohn da anstellt
und ist nicht wirklich begeistert davon.
„Sofort raus aus meinem Whirlpool!“, brüllt sie. „Und zieht
euch gefälligst was an.“
Bevor sie sich allerdings ihren Sohn vorknöpft, muss sie
erstmal die unbekannte Simfrau höflich, aber bestimmt aus ihrem Haus bugsieren.
Liam scheint unterdessen den Ernst der Lage noch nicht
erkannt zu haben. Er hat ja nichts Falsches getan in seinen Augen. Also
verabschiedet er seine Bekanntschaft wie jede andere auch.
Als diese schließlich verschwunden ist, dreht Svea sich
wieder zu ihrem Sohn um. „Sag mal, was war das bitte gerade? Wie alt war denn
die Dame? Und macht ihr das schon länger? Weiß sie wie alt du bist? Weißt du
eigentlich was du da machst?“ Svea weiß gar nicht, was sie sagen soll? Das hat
sie noch nie erlebt.
„Oh Mama, echt mal, was soll die ganze Fragerei. Ich bin
doch kein Baby mehr. Musst du doch mit rechnen, dass ich früher oder später
halt mal Sex habe.“
„Aber doch nicht in meinem Whirlpool und das auch noch heimlich,
wenn wir nicht da sind. Und nochmal wie alt war die Frau? Wo hast du die
überhaupt kennen gelernt?“
„Keine Ahnung, wie alt die ist. Wen juckt das auch schon? Wir haben doch nur Spaß, das war’s.“
„Keine Ahnung, wie alt die ist. Wen juckt das auch schon? Wir haben doch nur Spaß, das war’s.“
„Nur Spaß? Ich glaube du hast keine Ahnung, was du da
machst. Dir ist schon klar, was da alles passieren kann? Gerade im Whirlpool.
Verhütet sie? Verhütest du?“
„Boah, schon wieder so viele Fragen? Keine Ahnung, ob sie die
Pille nimmt oder so? Macht ihr das nicht alle? Ich meine, sonst würden die ja
nicht einfach so mit mir ins Bett steigen, oder?“
„Wie jetzt die? Ist das etwa nicht deine Freundin? Wie viele
Frauen hast du denn?“
„Die? Meine Freundin? Ne, bestimmt nicht.“, Liam schüttelt
belustigt den Kopf. „Ich bin nicht der Typ für ne Freundin. Ich hab einfach nur
gerne Spaß, das ist alles. Aber keine Sorgen, das wissen die alle vorher. Ich
bin da offen.“
„Oh mein Gott, was ist denn mit dir passiert? Ich will gar
nicht glauben, was ich da höre.“, Svea ist fassungslos, was aus ihrem kleinen
süßen, braven Nesthäkchen geworden ist.
„Ach Mama bitte, jetzt tu doch nicht so prüde. Schließlich herrscht
bei dir und Papa ja auch keine Flaute im Bett. Da darf ich das ja wohl auch.“
„Also jetzt reicht es junger Mann. Erstens, was dein Vater
und ich machen, geht dich gar nichts an. Zweitens ist das sowieso was ganz
anderes und drittens hast du Hausarrest, bis ich mit deinem Vater über dein
Verhalten gesprochen habe. Geh in dein Zimmer.“
Liam ist verwirrt. Meint seine Mutter das jetzt ernst?
Aber als sie ihn weiterhin ernst und unnachgiebig anguckt,
als er sich nicht vom Fleck bewegt, muss er dann doch einsehen, dass das kein
Scherz war. Missmutig macht er sich also auf den Weg in sein Zimmer und Svea sich
auf die Suche nach Greg. Sie findet ihn auch gar nicht so weit weg in der Küche
und Greg merkt gleich, dass was nicht stimmt, als seine Frau so aufgebracht in
die Küche stürmt.
„Greg, Schatz, du glaubst nicht, wobei ich Liam gerade im
Keller erwischt habe…“. In der Kurzfassung erzählt Svea ihm von dem Gespräch,
das sie gerade mit ihrem Sohn geführt hat und wie schockiert sie ist, was für
ein Macho aus ihm geworden ist.
Greg kann es gar nicht glauben. Spricht Svea da wirklich von
ihrem Liam? War er wirklich so beschäftigt mit allem anderen, dass er gar nicht
gemerkt hat, in was für eine Richtung sich sein Teenagersohn entwickelt?
„Weißt du und wäre das alles nicht schon schlimm genug, redet
er mit mir, wie mit einer 15-Jährigen und nicht, wie mit einer Mutter. Ich habe
das Gefühl er hat gar keinen Respekt mehr vor mir und vor allem, ist das für ihn
alles nur ein großer Spaß habe ich das Gefühl. Der hat nicht einmal über
mögliche Konsequenzen nachgedacht.“
„Also mag ja sein, dass wir vielleicht immer ein bisschen zu
nachsichtig mit ihm waren und uns seit er ein Teenager ist, nicht genug mit ihm
beschäftigt haben, aber wir sind immer noch seine Eltern und er kann nicht einfach
so tun, als hätten wir in seinem Leben nichts mehr zu suchen. Soweit kommt das
noch.“
„Ich hab grad einfach nur Angst, dass er uns völlig
entgleitet und das alles schon zu spät ist. Das darf nicht passieren. Kannst du
nicht vielleicht mal mit ihm reden? Vielleicht hört er ja mehr auf seinen
Vater, als auf mich.“
Natürlich macht Greg sich gleich auf mal ein ernstes Wort
mit seinem Sohn zu reden. Es schmerzt ihn Svea so leiden zu sehen und will die
Sache so schnell es geht aus der Welt schaffen.
Liam sitzt oben in seinem Zimmer und weiß immer noch nicht
so recht, was er denn jetzt falsch gemacht hat. Genüsslich mampft er seinen
Salat, den er oben noch im Vorbeigehen aus der Küche mitgenommen hat.
Plötzlich steht sein Vater vor ihm. „Liam ich glaube wir müssen
uns mal unterhalten.“
„Boah, willst du mir jetzt auch noch ne Standpauke halten?
Kannst du gleich sein lassen, das hat Mama schon erledigt, ich bin bedient.“
„Also jetzt hör mal zu junger Mann. Zuerst einmal sind wir
immer noch deine Eltern und wenn wir finden es ist Zeit für eine Standpauke,
dann wird das schon gerechtfertigt sein. Und mir gefällt dein Ton nicht, in dem
du mit uns redest. Das hier ist unser Haus und auch wenn wir dir viele
Freiheiten lassen, gibt es doch gewissen Regeln, an die auch du dich zu halten
hast.“
Greg atmet einmal tief durch und versucht seien Puls wieder
in normale Bahnen zu lenken, bevor er sich neben seien Sohn setzt.
„Hör mal Liam. Du kannst nicht einfach hier heimlich
tausende Frauen ein uns ausschleusen. So geht das nicht. Mal ganz davon abgesehen,
dass das nicht die feine englische Art ist, nur einmal mit den Frauen zu schlafen
und sich dann nie wieder zu melden. Also so haben wir dich bestimmt nicht
erzogen. Wo ist denn dein Respekt für dein Gegenüber geblieben? So kann man doch
nicht mit Menschen umgehen.“
„Jetzt fängst du auch noch so an. Das war vielleicht damals
bei dir so, aber heute sind die Zeiten ganz anders. Die Welt ändert sich Papa,
das ist doch normal heute, was ich mache.“
„Weißt du eigentlich solltet ihr doch froh sein, dass ich
die Frauen nicht auch noch hinters Licht führe und sie mit falschen Versprechungen
in mein Bett locke. Die wissen immer, bei was sie an mir sind.“
„Alles schön und gut, aber dann glaube ich immer noch nicht,
dass du auch nur weiter als bis zu deinem Bett gedacht hast. Wie kannst du
behaupten, dass Verhütung nur Frauensache ist? Ich dachte du willst modern
sein? Da muss sich dann doch auch der Mann mit drum kümmern. Du kannst doch
nicht einfach die Verantwortung mit deiner Unterwäsche an der Tür abgeben?
Weißt du eigentlich, was beim Sex ohne Kondom alles passieren kann? Und ich
rede nicht nur von Schwangerschaften, sondern auch von Krankheiten.“
„Boah, Papa, hör auf. Über sowas will ich mit dir gar nicht sprechen.“
„Eigentlich hab ich eh das Gefühl, dass es keinen Sinn macht
mit dir oder Mama darüber zu sprechen. Ihr versteht mich einfach nicht und ihr
wollt mich auch nicht verstehen. Das macht doch alles keinen Sinn.“, Liam steht
einfach auf und geht in sein Bad seine Schüssel abwaschen und lässt seinen
Vater einfach sitzen.
Als Liam nicht wiederkommt, beschließt Greg es für heute auf
sich beruhen zu lassen, aber trotzdem muss er sich erstmal beruhigen, bevor er
zurück zu Svea geht und macht einen Sparziergang. Ewig kann er sich aber nicht
vor seiner Frau drücken und kommt schon 10 Minuten später wieder zurück.
„Und wie ist es gelaufen?“, will Svea wissen. „Hattest du
mehr Erfolg bei ihm, wie ich?“
„Nein, leider nicht. Ich weiß einfach nicht, was mit ihm los
ist. Er will mir gar nicht zuhören. Alles, was ich ihm sage, scheint ihn nicht
zu interessieren.“
„Ich hab wirklich versucht ruhig und sachlich mit ihm zu
reden, aber er wollte es einfach nicht hören. Er hat in seinen Augen nichts
falsch gemacht. Was haben wir nur falsch gemacht? Irgendwo ist irgendwann was
ganz furchtbar schief gelaufen bei ihm fürchte ich und jetzt weiß ich nicht,
wie wir das retten sollen.“
Betreten sitzen Svea und Greg noch eine Weile schweigend auf
dem Bett und sind zum ersten Mal in ihrem Leben und in ihrer Rolle als Eltern
ratlos, wie es weiter gehen soll.
Fortsetzung folgt…





















































































Gibt's schon Spoilerbilder von Josie? Momentan ist die ja zuckersüß und hat zu meinem blanken Erstaunen tatsächlich Brunos Blond geerbt Oo
AntwortenLöschenUiuiui, der Liam gibt ja ganz schön Gas mit den Mädels :D Is natürlich schon ganz schön verantwortungslos gerade so in Punkto Verhütung, aber ich glaub ja nicht, dass Svea und Greg da jetzt wirklich "schuld" dran sind, dass es der Liam so bunt treibt ;)
Ja, gibt ein Spoilerbild. Aber nur als Teen. Warum auch immer. Aber ich hab nur eins von ihr als Teen. Ich mach das mal wieder so mit dem Album. Ich glaub Bilder kann man in Kommentaren nicht einfügen. https://share-your-photo.com/6b3960b3a8
LöschenAuf alle Fälle diesmal kein Rosalie Klon. Aber ist ja erst das erste Kind, wer weiß, was da noch kommt. Ich Dussel wollte ja auch eigentlich Zwillinge haben und hau im Haus als Grundtsücksmerkmal extra "fruchtiger Boden" rein und dann geh ich mit denen ins KH. Man bin ich doof. Na ja, aber das nächste Kind (oder hoffentlich Kinder) kommen dann ja zu Hause auf die Welt, da werden es dann ja vielleicht Zwillinge. ^^
Ja, aber so als Eltern fragt man sich ja erstmal, was man falsch gemacht hat, auch wenn's nicht deren schuld ist. ^^ Aber so lange treibt es der Liam nicht mehr so bunt. In der nächsten Folge nimmt der Bruno ihn sich mal zur Brust ;)
O nein, da war das mit dem Krankenhaus ja echt nicht die beste Idee ;)
LöschenAlso die Nase kommt voll von Rosalies Seite, würd ich mal sagen, und die Rehaugen auch. Da wird der Bruno sich mal schwer tun mit dem Nein-Sagen ;)
Na, hoffentlich mal richtig. So'n Kurs "Wie gehe ich respektvoll mit Frauen um" könnt da nicht schaden, und wer wäre da besser geeignet als Bruno.
Ne, definitiv nicht, aber das ist mir erst aufgefallen, als die Rosalie schon auf dem Tisch lag ><.
LöschenEgal, nächstes Mal halt.
Also die Rehaugen kommen ja von Svea und Greg (Svea die Form und Greg die Farbe) und die hatten sich ja bei allen drei Kindern durchgesetzt. ^^ Schon lustig. Erst waren es die roten Haare, jetzt die braunen Augen. Mal gucken, wie lange.
Und vor allem erklärt der Bruno ihm mal, wie man nett zu seinen Eltern ist, wo er doch so tolle hat der Liam. ^^